Thermalsole
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Sole-Bäder wurden schon im 14. Jahrhundert medizinisch erprobt (Solebad Halt in Österreich). Paracelsus, der von den „Sulzen des Salzes“ sprach, war von der Wirkung der Sole-Bäder begeistert. Um 1800 erfolgte die planmäßige Einführung in die Kurortmedizin.
Medizinisch wird die Starksole für unsere verschiedensten Behandlungsspektren verwendet wie z.B. in unseren zwei Bewegungsbädern im Kurmittelhaus I. In diesen Bädern liegt die Sole-Konzentration bei 6 % bei einer Wassertemperatur von ca. 35 C°. Hierbei ist der Patient nur mit etwa 10% des Körpergewichtes belastet und kann sich somit nahezu schwerelos in diesen Thermalbädern bewegen.
Die unverdünnte Starksole nutzen wir aber auch vor allem in unserem „Sonnenhaus“ (Kurmittelhaus II) für diverse Wannenbäder, z.B. für die Balneo-Foto-Therapie (zur Behandlung von Schuppenflechte).
Selbstverständlich nutzen wir die Vorzüge der Sole-Behandlung aber auch bei orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen.
In der Bentheimer Mineral Therme (Öffentliches Thermalsolebad - Einrichtung der Fachklinik Bad Bentheim) haben wir in allen drei Bädern (Sport- Aussen- und Therapiebad) sowie auch im Whirlpool Sole-Konzentrationen vergleichbar wie am Atlantik (ca. 2 %). Bereits diese Konzentration bewirkt einen hohen Auftrieb und hat zusätzlich therapeutische Effekte bei bestimmten Hauterkrankungen wie z.B. Neurodermitis, Ichthyosis vulgaris.
Im breiten Behandlungsspektrum unserer Klinik wird die Sole eingesetzt:
- für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen des Skelettsystems, besonders der Gelenke
- ideal für Patienten mit Ödem durch Venenerkrankung, Lymphödem (Ödeme nach operativen Eingriffen) und Sklerödeme
- Profit für Patienten mit weichteilrheumatischen Erkrankungen, Fibromyalgie
- Bluthochdruck, generalisierten Stoffwechselstörungen, chronische Atemwegserkrankungen,
- entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen mit Einschränkung der Atemfunktion,
- psychosomatische Störungen
- arterielle und venöse Durchblutungsstörungen
- erhöhte Natriumausscheidung (günstig bei Bluthochdruck)
- Gefäßerweiterung mit nachfolgender Blutdrucksenkung
- Verbesserung der Durchblutung
- Verbesserung der Darmaktivität
- günstige Wirkung auf den Eiweißstoffwechsel (Verbesserung von Abbauvorgängen)
- Inhalationen verbessern die Schleimhautdurchblutung und Schleimverflüssigung
- günstige Beeinflussung von Entzündungen
- Hemmung bakterieller Prozesse
- Wiederherstellung optimaler Funktionen des Flimmerepithels in den Bronchien
- Anhebung der Reizschwelle für Asthmaanfälle.








