2019

Grafschafter Nachrichten vom 14.7.2019

Auch das 29. Oldtimertreffen ist ein Publikumsmagnet

Rund 200 Autos parkten an diesem Sonntag im Bentheimer Kurpark. Zum 29. Mal fand dort das Oldtimertreffen statt. Und die Besucher konnten sich an den vielen chromglänzenden Ausstellungsstücken kaum sattsehen.

Vor 30 Jahren rief der Pächter des Kurhauses, Jan Oelen, das Oldtimertreffen im Kurpark Bad Bentheim ins Leben. Ab dem kommenden Jahr übernimmt die Fachklinik die Organisation des Treffens. Der Pachtvertrags Oelens läuft in diesem Jahr aus.

Von Irene Schmidt

Bad Bentheim Zum 29. Mal ist der Bad Bentheimer Kurpark am Sonntag Schauplatz eines der größten und schönsten Oldtimertreffen der näheren Umgebung gewesen. Etwa 200 Autos aus knapp hundert Jahren Automobilgeschichte – beginnend in den 1920er-Jahren – wurden von ihren Eigentümern präsentiert. Ein gutes Drittel der Teilnehmer reiste aus den Niederlanden an. Unter den deutschen Kennzeichen waren insbesondere die Grafschaft Bentheim (NOH), das Emsland (EL), und die münsterländischen Nachbarkreise Steinfurt (BF und ST) sowie Warendorf (WAF) vertreten.

Über gut zwei Stunden verteilte sich die Anreise der stolzen Oldtimerbesitzer in ihren schmucken Gefährten. Jeder Einzelne wurde persönlich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachklinik, die das Orgateam bildeten, begrüßt. Veranstalter war zum letzten Mal der langjährige Pächter des Bad Bentheimer Kurhauses Jan Oelen, der das beliebte Oldtimertreffen vor 30 Jahren aus der Taufe gehoben hatte. Jedes Jahr, jeweils am zweiten Sonntag im Juli, war der Kurpark fortan beliebter Treffpunkt für Oldtimerbesitzer und zahlreiche Fans. Nur einmal musste das Treffen ausfallen, weil die Erreichbarkeit des Kurparks aufgrund der Bauarbeiten am Trog der Unterführung stark beeinträchtigt war. Jan Oelens Pachtvertrag endet demnächst. Die Tradition des großen Oldtimertreffens wird aber von der Fachklinik weitergeführt.
Oldtimertreffen

War der Start am Sonntagmorgen aufgrund der Kühle und leichten Nieselregens noch zögerlich, so füllte sich schon eine Stunde nach der Eröffnung um 10 Uhr, das Gelände zwischen Kurhaus, Brunnenhäuschen und Teichanlage schnell auf. Viele Familien und Oldtimerfans mischten sich unter die Besitzer, die häufig ebenfalls mit „Kind und Kegel" angereist waren und sich an kleinen Campingtischen zwischen den verschiedenen Automobilen niederließen. In der Sonne blitzten Chrom und farbenfrohe Autolackierungen um die Wette und um besonders attraktive Fahrzeuge bildeten sich immer wieder kleine Menschentrauben, wurden Kameras und Handys gezückt, Fotos gemacht und im Internet nähere Recherchen betrieben.
Viele der alten und luxuriösen Fahrzeuge waren die reinsten Eyecatcher wie ein historischer Rolls Royce in hervorragendem Zustand, oder ein Porsche Spyder – eine Replik des Modells in dem seinerzeit James Dean den Tod fand. Allein dieses Modell ist im Original mehr als fünf Millionen Euro wert. Preisgünstiger, aber keinesfalls billig wären da schon die US-amerikanischen Luxusautos von Chevrolet bis zum Ford Mustang zu haben – wahre Nostalgieschlitten mit hervorstehenden Scheinwerfern und ausladenden Heckflossen, die kultigen „Engländer" von Austin, Bentley und MG bis zum Triumph Sportflitzer, die meist in der europäischen Version mit Linkslenker zu sehen waren.

Viel zu sehen

Und es gab neben prächtigen alten deutschen Nobelkarossen von BMW bis Mercedes auch etliche Youngtimer zu sehen: Opel Kadetts in den unterschiedlichsten Ausführungen, originale VW-Käfer, die diesen Namen noch verdienen, und eine ganze Reihe von traumhaften VW-Bullis, vom gemütlichen Familienbulli bis hin zum einzigen Feuerwehr-Bulli, der aus den Niederlanden angereist war. Darüber hinaus wurden natürlich Old- und Youngtimer bestehender und vergangener Automarken vorgeführt, vom sanft-schaukelnden Citroen über Fiat und NSU bis hin zum alten kleinen Reisebus und vereinzelten Motorrädern, Mofas und Rollern.
Für den Oldtimeraussteller mit der weitesten Anreise, für den Teilnehmer mit dem ältesten Fahrzeug sowie den schönsten Oldtimer, ausgewählt vom Publikum, gab es zum Abschluss der Veranstaltung Pokale.

Bentheimer Kurpark erwartet am Sonntag 180 Oldtimer

Zum 29. Mal wird das Treffen der Oldtimer im Bentheimer Kurpark veranstaltet. Am Sonntag, 14. Juli, werden die glänzenden Schätzchen erwartet. Am Nachmittag werden dann einige Preise vergeben.

Glänzende Schätzchen werden am Sonntag im Bentheimer Kurbad gezeigt. Archivfoto: Hille.

Bad Bentheim. Schon traditionell ist das Oldtimertreffen am zweiten Wochenende im Juli geworden und gehört zu den festen Größen im sommerlichen Veranstaltungsangebot von Bad Bentheim. In diesem Jahr findet das Oldtimertreffen bereits zum 29. Mal statt – und zwar am Sonntag, 14. Juli. Im vergangenen Jahr waren rund 180 Fahrzeuge am Start, auch in diesem Jahr rechnen die Organisatoren mit ebenso vielen Oldtimern.
Dazu gehören neben herausgeputzten Nobelgefährten liebevoll gepflegte Exoten, vom alten „Ford T" bis hin zu restaurierten Miniaturmodellen aus den 1930er-Jahren sowie britische Sport- und Nobelkarossen wie MG, Triumph und Bentley. Aber auch alte Feuerwehrautos und Motorräder sind mit dabei. Die Fachklinik Bad Bentheim übernimmt das Treffen von der Kurhaus-Gastronomie und wird es zukünftig auch weiterführen.
Am Sonntag startet um 10 Uhr das große Treffen im Kurpark: Viele historische und schöne Fahrzeuge kommen zum Stelldichein in den Kurpark. Rundherum ist wieder für ein großes Rahmenprogramm mit Spezialitäten von Foodtrucks gesorgt. Am Nachmittag werden das schönste, das Älteste und das am weitesten angereiste Fahrzeug prämiert.

Therapieangebot Bogensport in der medizinischen Rehabilitation

Historie und Ausblick zum Bogensport an der Fachklinik Bad Bentheim

Das Bogenschießen fand als Jagdmethode bereits vor ca. 15.000 Jahren statt. Als Langdistanzwaffe spielte es in kriegerischen Auseinander-setzungen lange Zeit eine bedeutende Rolle. Seit dem 19. Jahrhundert wurde es vor allem in Belgien zum beliebten Volkssport. Der rechtliche Status wurde in dieser Zeit in den meisten Ländern von Waffe auf Sportgerät geändert.

Bereits zu den 1. Olympischen Spielen 1900 in Paris gab es sportliche Wettbewerbe mit dem Sportbogen, welche bis 1920 im Programm verblieben und bei denen auch Frauen startberechtigt waren.

Erst 1972 in München kam es zur Wiederaufnahme in das Olympische Programm und 2016 zur ersten Einzelmedaille für die deutsche Athletin Lisa Unruh. 1996 und 2000 erreichten die deutschen Damen jeweils eine medaillenreife Mannschaftsleistung. Mit diesen Leistungen entwickelte sich auch in Deutschland ein zunehmendes Interesse für diese Sportdisziplin.

An der Fachklinik Bad Bentheim erwuchs erstmalig 1999 der Wunsch, Bogenschießen in das therapeutische Management bei chronischen Rückenschmerzpatienten zu integrieren. Auf Grund fehlender räumlicher Ressourcen konnte dies jedoch erst 15 Jahre später umgesetzt werden.

Nach intensiver Weiterbildung der Therapeuten und Erstellung eines Schulungsmanuals werden seitdem Orthopädische Patienten mit den Grundlagen des Bogensports vertraut gemacht. Durch die guten Erfahrungen mit dem Therapieprogramm sowie dem zunehmenden Wunsch der Rehabilitanden anderer Indikationen, erweiterten wir zunehmend den Patientenkreis.

Heute therapieren wir erfolgreich Patienten aus den Indikationen Orthopädie, Dermatologie, Rheumatologie und Kardiologie mit diesem Schulungsprogramm.
Im Vordergrund der Behandlung stehen Verbesserungen der Konzentration, der Koordination und der Kraftfähigkeiten.

Bei Ausschluss der definierten psychischen und physischen Kontraindikation bieten wir seitdem eine attraktive Möglichkeit mehr, um Lebensstile positiv im Sinne von Bewegungsaktivität zu verändern.

Die Rehabilitation hat zwar keinen Bildungsauftrag, jedoch wissen wir aus der Rehabilitationsforschung, dass gute Behandlungsergebnisse nachweislich von edukativ unterstützen Therapiemaßnahmen abhängig sind.

Unser Schulungsprogramm zum Bogenschießen beinhaltet theoretische und praktische Elemente, um Erlerntes später im Alltag wie z.B. in einem Sportverein fortzusetzen.

Um den Patienten Hilfestellung bei der Überwindung von Handlungsbarrieren zu geben, schließt sich an die Rehabilitation eine nachsorgende Maßnahme mit dem Bogensport als Rehabilitationssport an. Hierbei können die Betroffenen 6 Monate zu Lasten der DRV ein angeleitetes Training weiterführen. Diese Maßnahme findet berufsbegleitend an der Fachklinik in den frühen Abendstunden statt.

Anschließend können die Patienten in einem Sportverein diese Aktivität fortsetzen. Bei der Suche nach einem heimatnahen Verein, welcher Bogensport anbietet, werden sie durch die Therapeuten der Fachklinik unterstützt.

Ziel dieser Maßnahme ist es, eine nachhaltige Lebensstiländerung im Bereich Bewegung anzubahnen.

Um diese gewachsenen Therapieanforderungen an der Fachklinik durchführen zu können, war eine räumliche Neuorientierung notwendig, welche in einem großzügigen Neubau der Bogensportanlage endete. Diese Anlage ist sowohl aus technischer wie auch aus organisatorischer Sicht nach modernsten Kriterien errichtet worden.

Autor:
Oliver Dienemann
Dipl.-Sportwissenschaftler, Physiotherapeut
Fachklinik Bad Bentheim
O.Dienemann@fk-bentheim.de

© Grafschafter Nachrichten, David Hausfeld

Wild beobachten dank Riesenhochsitz im Bentheimer Wald

 

Besucher des Bentheimer Waldes können ab sofort störungsfrei Rotwild, Wildschweine, Hasen und andere Tiere des Waldes von einer Wildbeobachtungskanzel aus erspähen. Ganze Schulklassen finden auf dem Riesenhochsitz nahe der Fachklinik Bad Bentheim Platz.

Von David Hausfeld

Bad Bentheim Über zwei Meter hoch ragt der aus heimischen Kiefernholz gefertigte Aussichtspunkt am Rande der Wiese in die Höhe. Bis zu 30 Personen fasst die überdachte Kanzel; Besucher dürfen auf Wunsch auf hölzernen Bänken Platz nehmen. Gemeinsam mit der Fachklinik Bad Bentheim errichtete die Fürst zu Bentheimsche Domänenkammer, die Eigentümerin des Bentheimer Waldes, den rund 50.000 Euro teuren Ausguck.

Genießen den Ausblick: Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt (von links), Henning Buss, Leiter des Forstbetriebes der Fürst zu Bentheimschen Domänenkammer und Marco Titze, Geschäftsführer der Fachklinik Bad Bentheim. Foto: Hausfeld

Das ansässige Rotwild lockt immer wieder Besucher und Fotografen in den Bentheimer Wald. Das Betreten ist erlaubt und touristisch durchaus gewünscht, in ausgewiesenen Schutzzonen dürfen allerdings die Wege ausdrücklich nicht verlassen werden. Tierbeobachter halten sich aber nicht immer an die Regeln: Erst im März entging ein Hobbyfotograf nur knapp einer Strafe, nachdem er im Bentheimer Wald in einem Wildschutzgebiet erwischt wurde (die GN berichteten). Wird das Rotwild regelmäßig gestört, hat das weitreichende Folgen für den Wald. Die Tiere kommen normalerweise zum Fressen auf Wiesen und Lichtungen. Häufig gestört, ziehen sie sich zurück und ernähren sich statt von Gräsern lieber von Baumknospen und Rinde. Darüber hinaus wird das Wild nachtaktiv und bleibt tagsüber für Besucher verborgen.

Dank der neuen Wildbeobachtungskanzel können die lokale Bevölkerung, Touristen oder ganze Schulklassen ganz störungsfrei Wildtiere beobachten, erklärt Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt bei der offiziellen Eröffnung der Aussichtsplattform. Mit einer zweijährigen Jagdruhe wurde das Wild an die große Fresswiese nahe der Fachklinik gewöhnt. Der Wald selbst ist als Naturschutzzone, ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH), mit Wegegebot ausgewiesen. Ein angrenzender Wanderweg soll außerdem noch verlegt werden. „Wir haben jetzt eine gute Gelegenheit gesehen, das Projekt umzusetzen", fasst Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt zusammen.

„Es ist eine absolute Bereicherung, das Wild ohne Zäune und Gatter beobachten zu können", sagte Marco Titze, Geschäftsführer der Fachklinik. Die Beobachtungskanzel biete Patienten der Klinik einen weiteren Anlaufpunkt, um sich in der Natur zu erholen. Er eröffne aber auch den Mitarbeitern der Klinik und der Bevölkerung eine neue Attraktion. Titze: „Ich denke, die gesamte Region wird davon profitieren."

„Ich hoffe, dass die Anlage respektvoll behandelt wird", betonte Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt. Nach Angaben der Fürst zu Bentheimsche Domänenkammer gibt es ein paar Verhaltensregeln: Hunde sind an der Leine zu führen und dürfen nicht mit auf den Hochsitz genommen werden. Rauchen ist untersagt, auf der Kanzel sowie im gesamten Wald. Ebenfalls verboten ist das Betreten der Wald- und Wiesenflächen.

Wildinteressierten wird empfohlen, ein Fernglas mitzunehmen, da sich die Tiere häufig im hinteren Teil der Wiese aufhalten. Der Besuch der Kanzel ist kostenlos. Kostenlose Parkplätze stehen gekennzeichnet auf dem Gelände der Fachklinik zur Verfügung.

© Grafschafter Nachrichten, Hille

„Rheumapatienten sind unterversorgt“

Fachklinik Bad Bentheim will ambulante Rheumatologie ausbauen / Besuch von Sozialministerin Reimann

 

Bad Bentheim, Von David Hausfeld  Die Rehabilitation habe einen zu geringen Stellenwert im Gesundheitswesen, verdeutlichte Dr. Carola Reimann (SPD), Niedersachsens Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, bei einem Besuch der Fachklinik Bad Bentheim am Donnerstag. Die Klinikleitung ist besonders um den Ausbau der ambulanten Versorgung von Rheumapatienten bemüht. Der Bedarf ist offenbar da, doch es gibt Hürden.

Seit mehreren Jahren bemüht sich Ali Nimeh, Chefarzt der Rheumatologie der Fachklinik, um eine Sonderzulassung für die kassenärztliche Versorgung von Rheumapatienten – ohne Erfolg. Als „katastrophal" habe ihm eine Kollegin die Lage der Rheumatologie in der Grafschaft beschrieben, schilderte Nimeh gegenüber der Ministerin. Neben weiteren Medizinerkollegen unterstützten auch die Rheuma-Ligen in Bad Bentheim und Schüttorf das gemeinsame Vorhaben des Rheumatologen und der Fachklinik. Schon jetzt betreut Nimeh nach eigener Aussage Kassenpatienten,die ihre Behandlung in Teilen selber zahlen.

Der Bedarf für eine ambulante Rheumatologie in der Grafschaft ist groß, bestätigte auch Fachklinik- Geschäftsführer Marco Titze: „Dass wir hier einen Kassenarztsitz aufbauen wollen ist denke ich naheliegend, aufgrund der starken Präsenz der Rheuma-Liga Bad Bentheim und Schüttorf." Langfristiges Ziel sei es, eine Akutstation in der Rheumatologie an die Fachklinik zu binden.

Rheumatologie ist ein Fachgebiet der Inneren Medizin. Die Zahl der Kassenarztsitze für Internisten sind allerdings gesetzlich beschränkt. Laut Titze ist der Landkreis zwar bei der Inneren Medizin grundlegend gut aufgestellt, Mangel besteht aber im besagten Fachbereich Rheumatologie. Wer am Ende eine (Sonder-)Ermächtigung für ambulante und damit kassenärztlicheBehandlungen bekommt, entscheiden Kassenärztliche Vereinigung (KV) sowie die Krankenkassen selbst.

Auf diese Selbstverwaltung der Ärzte wies auch Ministerin Reimann hin. „Wir können da als Politik nicht groß einwirken", sagte Reimann, sicherte aber trotzdem Unterstützung zu. Das Problem einer Unterversorgung der Rheumatologie in der Grafschaft müsse über Gespräche gelöst werden. Dazu sollten alle Beteiligten an einen Tisch gebracht werden.

Die Fachklinik Bad Bentheim wird anteilig zu 50 Prozent von der Stiftung Fürst zu Bentheim und Steinfurt sowie jeweils zu 25 Prozent von Landkreis und Stadt BadBentheim getragen. Zusammen mit Gerd Will, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, Carl-Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt, Bentheims Bürgermeister Dr. Volker Pannen, Henning Buss, Kammerdirektor der Fürst zu Bentheimschen Domänenkammer, Uwe Fietzek, Erster Kreisrat, sowie Dr. Carin Stader Deters vom SPD-Ortverband Bad Bentheim besprachen Ministerin und Klinikleitung weitere Entwicklungsschritte der Klinik. Unter anderem müssten die Bäder der Bentheimer Mineraltherme aufgrund des Salzgehaltes regelmäßig saniert werden, erläuterte Kammerdirektor Henning Buss. Die aktuelle Instandsetzung hält jedoch voraussichtlich nur fünf Jahre vor, dann müsse ein Neubau her. Dafür hoffe man auch auf Landesfördermittel. Ferner soll ein öffentlicher „Gesundheitswald" auf dem Klinikgelände etabliert werden.

„Die Rehabilitation ist so ein Randgeschehen im Gesundheitsbereich, weil oft viel stärker auf die Akutversorgung geguckt wird", sagte Ministerin Reimann gegenüber den GN und betonte die Wichtigkeit der Rehabilitation. Sie lobte die Bestrebungen der Klinik, Patienten eine Rundumversorgung anbieten zu wollen.„Hier wird eine ausgezeichnete Arbeit gemacht." Die Fachklinik Bad Bentheim ist aufgeteilt in die Fachbereiche Rheumatologie, Dermatologie, Orthopädie und Kardiologie. Die Klinik beschäftigt nach eigenen Angaben rund 460 Mitarbeiter und zählt aktuell 503 Betten. Etwa 8500 stationäre sowie 10.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt.

© tristan vankann/fotoetage

Die Fachklinik Bad Bentheim und das Atopische Ekzem

Teil II: Erfolg durch die Verbindung von Tradition und Moderne

von Priv.-Doz. Dr. med. Athanasios Tsianakas

Im HAUTFREUND 6-18 berichteten wir über die lange Historie der Klinik, ihre klinischen Einrichtungen und ihr geografisches Umfeld mit den natürlichen Heilressourcen. Es ging dort schwerpunktmäßig um allgemeine Therapieüberlegungen bei Neurodermitis, die Behandlung des Juckreizes und die Einbeziehung der psychotherapeutischen Behandlung. Hier nun die Fortsetzung:

Wenn eine Therapie mit Cremes, Salben und Bade-Licht-Therapie in besonders hartnäckigen Fällen nicht ausreicht, um die Erkrankung erfolgreich zu kontrollieren und weitere Schübe zu reduzieren bzw. zu verhindern, besteht die Option einer innerlichen Therapie (Systemtherapie). Klassische Präparate sind hierbei das lang bewährte Ciclosporin, aber auch das aus der Rheumatologie bekannte Methotrexat, was zu einer Verbesserung der Aktivität der Neurodermitis bis zu 50% führen kann.

In den letzten Jahren gab es große Erkenntnisse bzgl. der Ursache der Neurodermitis, und man hat neues Wissen über die zugrunde liegenden Mechanismen gewonnen. Man hat herausgefunden, dass die Überaktivierung einer Untersorte von körpereigenen Immunzellen (den sogenannten T-Helferzellen des Typs 2 [Th2]) eine wesentliche Rolle vor allem in akuten Schüben spielt. In den letzten Jahren wurde nun gezielt an einer Hemmung dieser Th2-Immunzellen geforscht. Seit Dezember 2017 ist daher in Deutschland ein spezifischer Antikörper gegen die Th2-Signalstoffe eingeführt worden (Wirkstoffname Dupilumab). Dieser Wirkstoff ist der erste zugelassene Wirkstoff dieser neuen Wirkstoffklasse bei der Neurodermitis.

Aktuell wird weiter intensiv an neuen Substanzen geforscht. Eine äußerst vielversprechende Substanzklasse sind dabei die sogenannten JAK-Inhibitoren. Diese wurden ursprünglich in der Rheumatologie entwickelt, zeigen aber auch bei der Neurodermitis eine hervorragende Wirkung. In klinischen Studien konnten sie bereits eine Reduktion der Aktivität der Neurodermitis um bis zu 80% zeigen. Auch der Juckreiz wird dramatisch reduziert. Wir bieten daher unseren Patienten im Rahmen von klinischen Studien in unserer 2017 neugegründeten dermatologischen Studienambulanz die Möglichkeit, auch diese innovativen hochpotenten Präparate zu erhalten. Dabei kommen die Patienten ambulant zu Visiten und erhalten dadurch die Möglichkeit, kostenfrei diese Präparate gestellt zu bekommen.

Eine ebenfalls hochinteressante Substanzklasse sind Antikörper gegen den Signalbotenstoff IL-17C. Abgeleitet von der Schuppenflechte (Psoriasis) hat man gesehen, dass auch bei der Neurodermitis Interleukin-17 in der Haut in Entzündungsarealen hochreguliert ist. In einer klinischen Studie hat man nun zeigen können, dass durch eine Infusionsgabe eines Antikörpers gegen genau dieses Interleukin-17C es innerhalb weniger Wochen zu einer starken Reduktion der Neurodermitis-Aktivität und des Juckreizes kam. Nach nur vier Infusionen (wöchentlich über einen Monat gegeben) hielt der Effekt noch über drei weitere Monate ohne Therapie an, was sehr erstaunlich war. Aktuell haben auch unsere Patienten in Bad Bentheim die Möglichkeit, dieses Medikament kostenfrei im Rahmen einer klinischen Studie zu erhalten. Die Infusion wird sehr gut vertragen und insgesamt sechsmal alle zwei Wochen als einstündige Infusion verabreicht. Bei Interesse können sich interessierte Patienten gerne direkt an unseren Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. A. Tsianakas wenden.

Neue Behandlungscreme

Aber auf dem Gebiet der Lokaltherapie tut sich einiges bei der Neurodermitis. Beispielsweise wird nun ab dem Frühjahr 2019 eine neuartige, bereits in den USA zugelassene Behandlungscreme auch im Rahmen einer klinischen Studie in Bad Bentheim unseren Patienten zur Verfügung stehen. Diese beinhaltet kein Kortison, sondern den neuartigen Wirkstoff Crisaborol. Crisaborol gehört zur Familie der sogenannten Borone, die natürlicherweise in Lebensmitteln wie Gemüse und Obst vorkommen.

In Form einer Creme bewirken diese Borone, dass die Entzündung und der Juckreiz bei Neurodermitis deutlich reduziert werden. Das Präparat wurde bei vielen Kindern und Jugendlichen in den USA bereits erfolgreich getestet und hat die Lokaltherapie der Neurodermitis in den USA revolutioniert. Wir freuen uns daher, unseren Patienten jetzt diese neuartige Creme zur Verfügung stellen zu können.

Zusammenfassend können wir sagen, dass sich die Dermatologie der Fachklinik Bad Bentheim jederzeit den medizinischen Anforderungen gestellt hat und versucht, ihren Patienten die bestmögliche Medizin und Therapie anzubieten. Dabei ist es wichtig, dass man immer einen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne vollführt, um die bestmöglichen Therapieeffekte zu ermöglichen. In einer entspannten Atmosphäre versuchen wir daher, bei Patienten mit der schwerbelastenden Hauterkrankung Neurodermitis dem Körper und der Seele zu helfen, die belastenden Symptome zu lindern, aber auch die Ursachen der Erkrankung wirksam zu therapieren.

Wir freuen uns, dass wir unseren Patienten dabei mittels der Möglichkeiten unserer Studienambulanz auch modernste Therapieansätze anbieten können.

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Musikalischer Vitaminstoß gegen Winterblues in Bad Bentheim

Wonach sehnt sich der Mensch an frostklirrenden dunklen Winterabenden? Nach Wärme, Licht, Vergnügen. All das hatte die Neujahrsgala am Sonntag im Hotel Kurhaus Bad Bentheim zu bieten. Vor allem aber Musik.

BAD BENTHEIM – Diesmal auf der Bühne bei der Neujahrsgala: „Dekoor Close Harmony" aus Utrecht und „Vinorosso" aus Detmold. Wie ein zauberhafter Nachklang mondäner Winterbälle einer längst untergegangenen Welt ragt die Neujahrsgala aus dem kulturellen Geschehen in der Grafschaft heraus. Jeweils im Januar lädt die Kurstadt zu einer Begegnung mit exzellenten Musikern ein. Die Auswahl der Künstler, die Organisation der Veranstaltung und das Geleit durchs Programm lagen auch diesmal in der Verantwortung von Bodo Wolff, dem Leiter der Musikakademie Obergrafschaft.
Ihm lag am Herzen, das Willkommen für die Gäste zu verbinden mit einem Dankeschön-Bukett an die Aktiven, die zusammenwirken müssen, damit so eine Veranstaltung zum Erfolg werden kann. Wolff nannte als Veranstalter die Touristinformation mit Frank Slink und seinem Team, als unverzichtbaren Förderer die Fachklinik mit ihrem neuen Geschäftsführer Marco Titze und als freundliche Gastgeber, die den festlichen Saal zur Verfügung stellen, die Hoteliersfamilie Oelen. Ein besonderer Dank galt den Mitarbeitern des Bauhofs, die schon um 7 Uhr morgens mit dem Aufbau der Bühne beginnen mussten, sowie Andreas Lohmann und Niels Kock für die Ton- und Lichtregie.
Dann aber war die Bühne frei für die fast 30 jungen Sängerinnen und Sänger des Utrechter Studentenchors „Dekoor Close Harmony". Auf dieses mit mehreren Weltmeistertiteln in den Kategorien Jazz- und Pop-Gesang dekorierte Ensemble hatten sich viele Besucher gefreut. Sie erinnerten sich gern an die erste Begegnung mit „Dekoor" bei der Gala von 2015. Allerdings waren nur zwei der damaligen Ensemblemitglieder auch diesmal dabei. Hoch ist die Leistung des Chorleiters Christoph Mac-Carty zu werten, trotz aller Veränderungen das Ausnahmeniveau dieses Chors zu halten. Mac-Carty: „Man muss das Haus jedesmal neu bauen. Und sein Fundament besteht aus guter Gesangstechnik, Beherrschung von Stilistik und Ausdruck sowie einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl."
Dass sie in diesem Sinne zu einem exzellenten Klangkörper zusammengewachsen sind, bewiesen die jungen Niederländer mit einer Folge von Jazz- und Pop-Titeln, die wie ein Vitaminstoß gegen den Winterblues auf das beifallfreudige Publikum wirkten. A cappella und mit Begleitung von Klavier oder Cachon erklangen so unterschiedliche Titel wie „Easy Lover" und „Ubi Caritas et Amor", das tiefgründige „To the Water", der Coldplay-Hit „Fix You" und das hymnische „Total Praise". Dabei waren die Sänger ständig in Bewegung. Die Choreographie dafür hatte Mareike Hessels bis ins Detail ausgearbeitet.
Weltmusik vom Feinsten versprach das Instrumentalensemble „Vinorosso", das seine multinationale Zusammensetzung seiner Entstehung an der Musikhochschule Detmold verdankt. Unter Leitung von Florian Stubenvoll ließ das Oktett aus Violine, Klarinette, Cello, Kontrabass, Perkussionsinstrumenten, Bajan-Akkordeon und Klavier einen Melodienstrauß erblühen. Hingetupfte Wiener Walzer wechselten mit starkfarbigen Klezmer-Stücken, einem rasanten Brauttanz aus Mazedonien und einer Musik aus Georgien. Die Reise machte Station in Sizilien, Serbien und Transsilvanien, kehrte zurück nach Wien und landete bei einem albanischen Highspeed-Walzer.
Zum Abschied rief Florian Stubenvoll – wie andernorts bereits erprobt – die Damen dazu auf, mit ihren Herren aus dem Saal zu tanzen. Und siehe: Auch in Bad Bentheim ließ sich das begeisterte Publikum nicht zweimal bitten.

© Grafschafter Nachrichten, Jonas Schönrock

Fachklinik: Dienstbeginn für Chefarzt Dr. Muke

Seit Jahresbeginn ist Dr. Jochen Muke neuer Chefarzt der Kardiologie der Fachklinik Bad Bentheim. Der 44-Jährige tritt die Nachfolge von Dr. Wolfgang Hemme an, der den Fachbereich aufgebaut hatte. Er ging Ende 2018 in den Ruhestand.

 

Bad Bentheim  Für Dr. Jochen Muke ist der Wechsel in die Burgstadt eine Rückkehr in seine Heimatregion. Denn aufgewachsen ist der gebürtige Münsteraner in Salzbergen, sein Abitur hat er in Rheine gemacht. Nach dem Studium in Hannover und Auslandsaufenthalten in Russland, der Schweiz und Kanada arbeitete er seit 2002 am Klinikum in Oldenburg. Für die Stadt ist er als leitender Notarzt tätig und engagiert sich zudem in Sachen Ausbildung. Für die Ärztekammer Hannover nimmt er angehenden Notärzten die Prüfung ab, hat Pflegekräfte ausgebildet und besitzt einen Lehrauftrag der „European Medical School Oldenburg-Groningen". „Ausbildung ist mir ein sehr wichtiges Anliegen", sagt Jochen Muke im Gespräch mit den GN. Die Arbeit als Notarzt ruht derzeit. Dr. Muke will sich zunächst voll und ganz auf seine neue Stelle in Bad Bentheim konzentrieren.

An der Fachklinik tritt der Internist und Kardiologe die Nachfolge von Dr. Wolfgang Hemme an, der mit Ablauf des Jahres 2018 in den Ruhestand gegangen ist. Hemme, dessen Ehefrau Gabriele ebenfalls als Kardiologin an der Fachklinik arbeitet, war seit 2013 dort tätig und hatte den neuen Fachbereich Kardiologie aufgebaut. „Dank der Erfahrung, der fachlichen Kompetenz und aufgrund seiner positiven Persönlichkeit ist es Dr. Hemme, mit tatkräftiger Unterstützung seiner Ehefrau, gelungen, die Fachabteilung für Kardiologie fest in der Rehabilitationslandschaft zu etablieren", lobte Fachklinik-Geschäftsführer Marco Titze den Vorgänger Jochen Mukes.

Die Fußstapfen sind demnach groß. Muke hat klare Vorstellungen, wie er seine neue Aufgabe angehen möchte. Dabei spielt auch das Thema Ausbildung eine große Rolle. „Der Vorteil einer Rehabilitationsklinik gegenüber einer Akutklinik ist der, dass man dort viel mehr Zeit für die Patienten aufbringen kann. Für die Ausbildung ist das sehr gut", sagt Jochen Muke, der die Weiterbildungsermächtigungen für Allgemeinmediziner, Notärzte und demnächst auch für Kardiologen besitzt.

Weiterhin möchte er an der Fachklinik auch das Thema Sportmedizin und Leistungsdiagnostik etablieren. In Oldenburg hat er in diesem Bereich etwa mit dem dortigen Basketball-Bundesligisten EWE-Baskets zusammengearbeitet. „Wer zum Beispiel wieder mit Sport anfangen möchte, aber nicht genau weiß, wie intensiv er trainieren sollte, kann sich dahingehend untersuchen lassen", erklärt Dr. Muke.

Auch neue Geräte sollen angeschafft werden. Etwa für die Transösophageale Echokardiografie, kurz TEE, eine Ultraschalltechnik zur Herzuntersuchung. Dabei muss der Patient, ähnlich wie bei einer Magenspiegelung, einen Schlauch schlucken. Im Schrittmacher-Bereich soll es demnächst ein Gerät an der Fachklinik geben, um Herzschrittmacher auslesen zu können. „Die neueren Herzschrittmacher haben einen Chip integriert, der die entsprechenden Daten aufzeichnet", sagt Jochen Muke. „Vom Spektrum her sind wir dann sehr gut aufgestellt." Das Kostbarste seien jedoch die Mitarbeiter, findet der neue Chefarzt, der das Miteinander und das gute Klima in der Fachklinik lobt. „Teamarbeit ist mir sehr wichtig. Nur im Miteinander kommen wir zum Erfolg."

In Bad Bentheim wohnen wird Dr. Muke allerdings zunächst alleine. Seine Frau und die drei Töchter (17, 14 und elf Jahre alt), leben vorerst weiter in Oldenburg. „An den Wochenenden fahre ich nach Hause. Die Strecke ist ja nicht sehr weit", sagt der Mediziner.

2018

© tristan vankann/fotoetage

Die Fachklinik Bad Bentheim und das Atopische Ekzem

Teil I: Erfolg durch die Verbindung von Tradition und Moderne

von Priv.-Doz. Dr. med. Athanasios Tsianakas

Die Fachklinik Bad Bentheim, die sich im Südwesten Niedersachsens kurz vor der niederländischen Grenze befindet, blickt mittlerweile auf eine mehr als 300 Jahre alte erfolgreiche Geschichte zurück.

Erstmals erwähnt wurden die berühmten Schwefelmineralquellen der Klinik im Jahr 1710, als sich vor allem rheumatologisch erkrankte Patienten dort einfanden, um Linderung zu suchen. Der Sage nach wurden erstmals Jäger auf die Heilquellen aufmerksam, als sie verwundete und kranke Hirsche beim Bad in den in Bad Bentheim zu Tage tretenden Schwefelmineralquellen beobachteten.

Der im 19. Jahrhundert erfolgte rasante Aufstieg zu einem nicht nur national, sondern auch weit über die Grenzen hinaus bekannten Kurbad wurde maßgeblich durch die positive Beurteilung von Prof. Dr. Christoph Wilhelm Hufeland, dem Leibarzt des preußischen Königs und erstem Arzt der Charité Berlin, eingeleitet, der sich persönlich im Jahr 1810 für 15 Tage in Bad Bentheim aufhielt.

Zahlreiche Neu- und Umbauten erfolgten in der Idylle des Bentheimer Waldes und verwandelten das bis dahin beschauliche Bad Bentheim in eine rege besuchte Kuranstalt. Mittlerweile verfügt die Fachklinik Bad Bentheim über insgesamt vier Fachrichtungen (neben der Dermatologie finden sich auch die Rheumatologie, Orthopädie und Kardiologie). Die Dermatologie mit Rehaklinik, Akutklinik und dermatologischer Ambulanz ist eine der größten Abteilungen der Fachklinik, und ein großer Anteil der Patienten leidet unter dem Atopischen Ekzem (Neurodermitis). Die Patienten profitieren u.a. von der berühmten Schwefelmineralquelle.

Schwefelmineralwasser hat nachweislich antientzündliche, aber auch deutlich juckreizstillende Eigenschaften, die bei der Therapie der Neurodermitis sehr förderlich sind. Zusätzlich besteht bei der Neurodermitis auch eine allgemeine Hauttrockenheit. Ursächlich ist eine Mutation des Hauteiweißes Filaggrin. Dadurch kann sich die Hautbarriere nicht korrekt ausbilden, und es kommt zu einem erhöhten Wasserverlust und somit zur Austrocknung der Haut. Aus diesem Grund wird bei der Behandlung von Patienten mit Neurodermitis dem Schwefelmineralwasser auch etwas rückfettendes Leinsamenöl hinzugesetzt. Dieses führt im Rahmen der täglich durchgeführten Bäder zu einer angenehmen automatischen Rückfettung der Haut.

Außerdem werden die Patienten während ihres in der Regel dreiwöchigen Rehabilitationsaufenthaltes oder eines bis zu 12-tägigen akutstationären Aufenthaltes intensiv über die Möglichkeiten der Lokaltherapie aufgeklärt und in dem eigens dafür ausgerichteten Salbenzimmer zum Thema der Lokaltherapie geschult. Mehrfach täglich werden die Patienten hier von Kopf bis Fuß mit heilenden Cremes und Salben behandelt und lernen, wie sie auch zu Hause später die Therapie erfolgreich fortführen können.

Die Schwefelmineralquelle hat aber nicht nur rein pflegende und juckreizstillende Eigenschaften, sondern verfügt auch über antibakterielle Eigenschaften, die das bakterielle Gleichgewicht der Haut wieder herstellen (hemmende Eigenschaften auf die Juckreiz-fördernde Bakteriensorte Staphylococcus aureus). Die Erforschung der gesunden Besiedlung der Haut (und des Darmes) durch Bakterien hat in den letzten Jahren revolutionäre neue Erkenntnisse gewonnen (Mikrobiomforschung). Sie hat das Potential, die Therapie vieler Erkrankungen des Menschen nachhaltig zu beeinflussen.

Kombiniert wird die Badetherapie (Balneotherapie) oftmals mit einer Lichttherapie (UV-Therapie). Hierfür eignet sich zum Einen das sogenannte Schmalspektrum- UV-Licht (UV-B 311 nm), aber auch das nur an Kliniken vorhandene langwellige UV-A1-Licht, von dem die Patienten ganz besonders profitieren.

Das führende Symptom bei der Neurodermitis ist der starke Juckreiz, der zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität führt. Hierzu wurden bereits mehrere klinische Studien durchgeführt, die zeigten, dass nicht nur der Schlaf, sondern auch Konzentrationsstörungen mit starker Beeinträchtigung der Leistungen in Schule/Studium und auch Beruf daraus resultieren.

Patienten mit starker Neurodermitis verursachen daher gehäuft Autounfälle und haben vermehrt Arbeitsunfälle. Durch die große (psychische) Belastung der Patienten bei ausgeprägter Neurodermitis kommt es auch vermehrt zu depressiven Stimmungslagen. Hier hilft unsere Klinik den Patienten durch eine intensive psychologische Mitbetreuung. Die Patienten haben die Möglichkeit zum Einen in Einzelgesprächen über diese belastende Situation zu sprechen und erhalten professionelle Hilfestellung durch unsere spezifisch geschulten Psychologen und Psychotherapeuten. Zudem bieten wir zahlreiche Entspannungsgruppen an (einschließlich progressiver Muskelrelaxation, aber auch Gruppen wie Pilates oder Qigong). Zusammen mit einem geeigneten Sportangebot helfen wir dabei, Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen.

Das prominente Symptom Juckreiz wird aber nicht nur durch die oben genannten Therapien erfolgreich behandelt, sondern ergänzend bieten wir unseren Patienten auch zahlreiche neuartige gegen den Juckreiz gerichtete Therapien wie Medikamente aus dem Bereich der Neuroleptika (Gabapentin, Pregabalin), aber auch Infusionstherapien mit beispielsweise Naloxon an. Unsere Patienten profitieren hierbei von der sehr engen Kooperation mit dem Universitätsklinikum Münster, dem Zentrum dem Zentrum der Juckreizforschung in Deutschland.

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Im nächsten hautfreund lesen Sie Teil II des Klinikberichts u.a. mit folgenden Themen: innerliche Therapie (Systemtherapie), T-Helferzellen, JAK-Inhibitoren, Antikörper gegen den Signalbotenstoff IL-17C, Wirkstoff Crisaborol uvm.

Neuer Fachklinik-Chef will vorhandenes Potenzial nutzen

Im August hat Marco Titze seinen Dienst an der Fachklinik in Bad Bentheim angetreten und wurde zunächst von Vorgänger Klaus Kinast eingearbeitet. Im Gespräch mit den GN verrät Titze seine Pläne. In Zukunft könnte auch ein Zug am Kurbad halten.

 

Bad Bentheim Mit einem Paukenschlag endete nach 27 Jahren Ende August die Amtszeit von Klaus Kinast als Geschäftsführer der Thermalsole- und Schwefelbad Bentheim GmbH. Die Gesellschafter hatten die Verabschiedungsfeier kurzfristig abgesagt (die GN berichteten). Über die genauen Hintergründe schweigen alle Beteiligten bis heute.

Auch Kinast-Nachfolger Marco Titze möchte nicht darüber sprechen. „Ich kann mich dazu nicht äußern", sagt der 58-Jährige im Gespräch mit den GN. Ausgestanden ist die Sache offenbar noch nicht. „Das ist ein laufendes Verfahren", sagt Titze.

Der neue Mann an der Spitze blickt ohnehin lieber voraus in die Zukunft. Auf die Pläne, die er an der Bentheimer Fachklinik realisieren möchte. Obwohl er mit dem Umzug in die Burgstadt im Grunde einen Schritt in seine eigene Vergangenheit gemacht hat. Gebürtig stammt Titze aus Gronau. Nach vielen Jahren an verschiedenen Orten in der Bundesrepublik, hat den Vater dreier Kinder das Heimweh gepackt. Nach dem Jurastudium in Münster folgte ein BWL-Studium in Berlin. In Brandenburg arbeitete er in der Erwachsenenbildung und kam dort das erste Mal mit dem Gesundheitsbereich in Berührung – und blieb ihm bis heute treu. Zuletzt war Marco Titze zwölf Jahre lang beim Bistum Trier angestellt und dort für Organisation, Entwicklung und Personalmanagement zweier Krankenhäuser in Bernkastel Kues und Wittlich zuständig.

Potenzial des Waldes nutzen

„Die Entscheidung, nochmal den Job zu wechseln, ist mir wirklich nicht leicht gefallen", sagt er. „Doch der Heimweh-Aspekt hat eine große Rolle gespielt", gibt er zu. Überzeugt haben ihn schließlich die Bedingungen an der Fachklinik. „Ich bin bestimmt zehnmal hier gewesen, habe mir das Gelände angesehen, mich mit Mitarbeitern unterhalten, um ein Gefühl zu entwickeln." Der Befund: „Es ist einfach toll hier." Die Klinik sei dank seines Vorgängers und des gesamten Teams überdurchschnittlich gut aufgestellt. „Das Geld, das erwirtschaftet wird, bleibt im Haus, das kenne ich aus anderen Reha-Kliniken nicht", sagt der 58-Jährige. „Das Waldgebiet drumherum ist mit 1600 Hektar das drittgrößte in Nordwestdeutschland – und wir sind mittendrin", hebt er zudem hervor.

Dieses Potenzial möchte Titze künftig intensiv nutzen. Seinen Vorstellungen nach könnte der Forst als Gesundheitswald ausgebaut werden. „Man kann dort eine Regenerationsfläche schaffen oder auch eine Plattform, von der aus das Rotwild beobachtet werden kann", sagt er.

Auch könnte ein Projekt verwirklicht werden, das Vorgänger Klaus Kinast stets abgelehnt hatte: Ein Haltepunkt für die Bentheimer Eisenbahn, an der der Zug nach der Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs halten soll. Ein Bahnsteig ist dort seit der 300-Jahr-Feier bereits vorhanden. „Das ist bislang nur eine Überlegung. Aber wir können hier etwas Positives bewirken." Der Radius für die Patienten würde sich dadurch erweitern. „Richtig interessant wird es, wenn die Bahnlinie bis in die Niederlande verlängert wird", meint Marco Titze.

Neuer Parkplatz

Baulich sei die Zukunft der Fachklinik gesichert. Der Bau des neuen Kesselhauses ist im Gange und auch ein neues Kurmittelhaus wird entstehen . Zudem habe man gerade erst vom Fürstlichen Haus eine insgesamt 12.000 Quadratmeter große Fläche gekauft, auf der neue Parkplätze entstehen. Die Gebäude im hinteren Bereich der Fläche in der Nähe des Eingangs Nordwest, unter anderem das alte Forsthaus, werden abgerissen. „Diese Fläche ist die letzte, die wir irgendwann noch bebauen können", erklärt Marco Titze.

Langfristig könnte zudem die Sanierung der Mineraltherme anstehen. „Die Bausubstanz ist von der Sole angegriffen", sagt Titze. „Wir müssen schauen, was dort möglich ist." Dies sei aber nur mit öffentlichen Mitteln zu stemmen. Der Geschäftsführer spricht von einer zweistelligen Millionensumme.

Es wartet also viel Arbeit auf Marco Titze. „Ein Krankenhaus, an dem nicht gebaut wird, stirbt", sagt der erfahrene Fachmann. So lange wie sein Vorgänger Klaus Kinast wird er jedoch nicht im Amt bleiben. Der Vertrag läuft bis zum Eintritt in das gesetzliche Rentenalter. Seinem Nachfolger möchte Marco Titze dann ebenfalls ein gut aufgestelltes Haus übergeben.

Rosacea-Medikamentenstudie an der Fachklinik Bad Bentheim

An der Fachklinik Bad Bentheim läuft derzeit eine Rosacea-Medikamentenstudie. Das ist eine große Chance für die Klinik, den betreuenden Arzt Dr. Athanasios Tsianakas und natürlich auch für die Betroffenen.

Von Jonas Schönrock, Von Laura Fühner

Bad Bentheim Dass Christopher Niermann an der Hautkrankheit Rosacea leidet, war ihm lange Zeit nicht bewusst. Schließlich waren die Pusteln auf seinen Nasenflügeln mal besser, mal schlimmer. „Ich dachte, das es vielleicht eine Sonnenallergie ist. Es wird nämlich schlimmer, wenn ich länger in die Sonne gehe", berichtet Niermann. In solchen schlimmeren Phasen können die kleinen Stippen in seinem Gesicht brennen oder jucken – fast so wie Sonnenbrand. Rosacea-Patienten, wie Christopher Niermann, leiden unter starken Rötungen der Haut mit Schwellungen im Gesicht. Es gibt verschiedene Stufen und Ausprägungen des Hautleidens. Eine Maximalvariante der Krankheit ist die „Knollnase".

„Generell bin ich nicht so schwer betroffen. Ich weiß, dass es andere Fälle gibt, bei denen die Krankheit auch psychische Auswirkungen hat. Das ist bei mir zum Glück nicht so", sagt der Lingener und fügt hinzu: „Es ist aber schon lästig, schließlich wird man darauf angesprochen." Was hast du denn da?, diese Frage hat er oft gehört.

Eine Antwort hatte er aber früher nie parat. Es war nun Mal so. Ein Arzt hatte ihn nur eine Salbe verschrieben, damit wurde es etwas besser. „Aber ich mag es nicht, mich ständig eincremen zu müssen", meint Niermann. Gerade zu Festivalzeiten – er ist ein Fan des Wacken Open Airs – hat er es schon in Kauf genommen, dass sich die Pusteln auf seinem Gesicht verschlimmern.

Erst eine Arbeitskollegin hat ihn ganz direkt mit der Krankheit Rosacea konfrontiert und ihn aufgefordert, zu einem spezialisierten Dermatologen zu gehen. „Das ging dann sehr schnell. Auf einmal hatte ich einen Termin in der Fachklinik Bad Bentheim", berichtet Christopher Niermann aus Lingen. Zunächst bekam er ein niedrig dosiertes Antibiotikum verschrieben: „Später habe ich noch ein Medikament bekommen, das hat auch ganz gut geholfen."

Schließlich nahm ihn Chefarzt Dr. Athanasios Tsianakas in seine Medikamenten-Studie auf, die seit mehreren Monaten an der Fachklinik läuft (die GN berichteten). „Ich hatte ja nicht viel zu verlieren. Es waren drei Möglichkeiten, entweder ich hätte das Placebo bekommen, mein altes Medikament oder ein neues", beschreibt Niermann seine Motivation, sich an der Studie zu beteiligen.

Für Patienten wie Christopher Niermann sind solche Mediakamenten-Studien eine große Chance, für die Fachklinik prestigeträchtig. „Eigentlich werden solche Studien eher an Uni-Kliniken durchgeführt", erklärt Dr. Tsianakas. Die Ärzte benötigen eine entsprechende Qualifikation, und auch die Häuser müssen über Qualitätsstandards verfügen. Tsianakas arbeitet bei dieser Studie eng mit der Uni-Klinik Münster zusammen, an der er vor seiner Zeit in Bentheim gearbeitet hat. Neben Christopher Niermann nehmen 20 weitere Patienten an der Studie teil. „Wir haben hier an der Fachklinik viele Möglichkeiten, die Wege sind deutlich kürzer als in größeren Häusern", freut sich Dr. Tsianakas.

Weitere Studien geplant
Die Rosacea-Medikamentenstudie soll im Übrigen nicht die letzte an der Fachklinik sein. Tsianakas plant weitere Studien mit Medikamenten gegen Kreisrunden Haarausfall, Schuppenflechte oder die Weißfleckenkrankheit. Sollte das neue Medikament eine Zulassung erhalten, dann wäre das ein großer Erfolg für den Mediziner, für die Fachklinik, aber insbesondere für die Betroffenen. „Bislang konnten wir die Krankheit mit dem normalen Präparat kontrollieren, aber nicht heilen", sagt Tsianakas. In seinem Behandlungszimmer sitzt gerade Sonja Schaefer aus Uelsen. Sie nimmt seit acht Wochen an der Studie teil und hofft auf Besserung ihrer Rosacea-Erkrankung. „Bislang läuft es sehr positiv", sagt sie. „Ich bin schon oft darauf angesprochen worden, dass eine Verbesserung eingetreten ist", sagt sie. In der Vergangenheit musste sie sogar Schmerzmittel einnehmen, weil die Pusteln in ihrem Gesicht gespannt haben. Inzwischen sind die Pusteln deutlich zurückgegangen.

Und bei Christopher Niermann? Sechs Monate nahm er ein unbekanntes Präparat ein. Hat es ihm geholfen? „Ja, ich gehe davon aus, dass ich das richtige Medikament bekommen habe, weil es etwas gebracht hat. Aber das weiß ich natürlich nicht mit 100-prozentiger Sicherheit." Nach etwa anderthalb Monaten habe er erste Verbesserungen wahrgenommen. Falls das getestete Medikament zugelassen wird, könnte er sich auch vorstellen, es einzunehmen.

Auf Bentheimer Fachklinik-Areal entsteht neues Kesselhaus

Die eine Baustelle ist fertig, da steht auch schon die nächste an: Während die Renovierungsarbeiten im früheren Verwaltungsgebäude der Fachklinik in Bad Bentheim abgeschlossen sind, steht jetzt unter anderem der Bau eines neuen Kesselhauses an.

Blick aus dem früheren Verwaltungsgebäude: Das Technikhaus auf der linken Seite wird abgerissen. Die Technik zieht in die ehemalige Wäscherei (hinten rechts). Dahinter entsteht das neue Kesselhaus. Foto: Schönrock

Bad Bentheim Die umfangreichen Renovierungsarbeiten am ehemaligen Verwaltungsgebäude der Fachklinik Bad Bentheim sind nun vollständig abgeschlossen. Abschnittsweise wurden die Arbeiten während des laufenden Betriebes durchgeführt. „Eine große Herausforderung", wie Fachklinik-Geschäftsführer Klaus Kinast berichtet. 770.000 Euro haben die reinen Renovierungsarbeiten gekostet, ohne Einrichtung. „Wir konnten die Innensanierung jetzt durchführen, weil die Verwaltung inzwischen im Neubau untergebracht ist", sagt Kinast. Dieser war im November 2016 eröffnet worden.

Das nun renovierte alte Verwaltungsgebäude ist denkmalgeschützt und wurde 1850 errichtet. Früher diente es als Badehaus. Im Erdgeschoss waren die Wannen untergebracht, oben wohnten die Kurgäste. „Dieses Gebäude stellt den Charakter und die Identität des Kurbades dar", sagt Klaus Kinast. Auch nach der Renovierung ist dieser Charakter an vielen Stellen erkennbar, wie durch den Erhalt des Stucks an den Decken. Erneuert wurden etwa die Heizung, Wasser- und Abwasserleitungen und die Elektrik. Zudem wurde der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht und neue Gruppenräume geschaffen.

(Fachklinik-Geschäftsführer Klaus Kinast vor der Baustelle des neuen Kesselhauses. Foto: Schönrock)

Während im Untergeschoss die Terminschalter zusammengefasst sind, haben im Obergeschoss jetzt die Psychologen und Sozialarbeiter ihre Räume. „Das ist für die Patienten übersichtlicher und vereinfacht die Abläufe", erklärt der Geschäftsführer. Auch auf dem Außengelände ist laut Klaus Kinast einiges erneuert worden. So ist der Rosengarten neu gestaltet und die „Ponderosa", die nostalgische Terrasse des Café Solé, das an das frühere Verwaltungsgebäude grenzt, hat einen neuen Anstrich erhalten.

Und auf der nächsten Großbaustelle ist mit der Arbeit bereits begonnen worden. „Wir haben angefangen, die Technikzentrale zu erneuern", sagt Klaus Kinast. Wie berichtet, soll das alte Technikgebäude am Eingang Nord abgerissen werden. Die Technik soll dann in dem ehemaligen Wäschereigebäude auf der gegenüberliegenden Seite untergebracht werden, ebenso das Zentrallager, das sich derzeit auch im alten Technikgebäude befindet. Die Kinderbetreuung wird in der alten Wäscherei bleiben. Um weitere Technik unterzubringen, wird hinter der ehemaligen Wäscherei zudem ein neues Kesselhaus gebaut. Um die Klinikgebäude an die Technik anzubinden, werden jetzt die Versorgungsleitungen verlegt. Weil der Eingang Nord wegen der Bauarbeiten gesperrt ist, ist der Eingang Nordwest als Ersatz geschaffen worden. Ein großes Plakat weist die Kurgäste darauf hin. Im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um den Schutz der Heilquellen weist Klaus Kinast darauf hin, dass der Neubau nicht unterkellert wird und demnach auch nicht tief gebaggert werden muss.

„Wir stehen ganz am Anfang"
Für die Versorgung des Sonnenhauses mit Schwefelmineralwasser und Thermalsole werden neue sogenannte Hochbehälter errichtet, in die das Wasser gepumpt wird. Bislang waren die dafür notwendigen Behälter auf dem Dachboden des Technikhauses untergebracht. Nach dessen Abriss soll dort das neue Kurmittelhaus 1 entstehen, im Anschluss wird das alte Kurmittelhaus 1 abgerissen. „Es entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Kurklinik", sagt Klaus Kinast. „Wir können so die Abläufe und Prozesse an neue rehamedizinische Bedingungen anpassen." So sollen zum Beispiel neue Räume für Gruppentherapie geschaffen werden. „Im alten Gebäude ist es sehr eng. Wenn sich auf den Fluren zwei Rollatorfahrer begegnen, ist das schon problematisch", sagt Kinast.

Weil durch den Bau des Kesselhauses zahlreiche Parkplätze wegfallen, hat die Fachklinik für Ersatz gesorgt und wird vom Fürstlichen Haus eine 4500 Quadratmeter große Fläche in der Nähe des Eingangs Nordwest erwerben, um dort Ersatzparkplätze zu schaffen.
Auf einen Zeitplan möchte sich der Geschäftsführer noch nicht festlegen, genauso wenig wie auf eine Summe, die die Fachklinik am Ende dafür bezahlen muss. „Wir stehen noch ganz am Anfang und haben gerade erst die Genehmigungen erhalten."

(Auch auf dem Außengeländehat sich etwas getan: Die Ponderosa hat einen neuen Anstrich bekommen. Foto: Schönrock)

Erneute Auszeichnung für „Essen mit gutem Gefühl“!

Die Fachklinik Bad Bentheim hat erneut die Externe RAL Regelprüfung mit Erfolg bestanden und ist somit weiterhin berechtigt, das vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. anerkannte und durch Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützte Gütezeichen zu führen.
Durch die Auszeichnung mit dem RAL GÜTEZEICHEN Kompetenz richtig Essen ist ein sehr hoher Qualitätsanspruch an das Speisenangebot und die Ernährungsberatung nachweislich belegt. Denn nur Betrieben, die den vielfältigen Anforderungen der RAL-Gütekriterien gerecht werden, wird das Gütezeichen verliehen.

Die RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e.V. gehört zum RAL Dachverband Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. und unterstützt bereits seit über 50 Jahren zuverlässig und objektiv ihre Mitgliedsbetriebe in der Einhaltung der strengen Gütestandards im Bereich Ernährung. Die Unternehmen, die sich diesen strikten Anforderungen stellen, werden im 2-Jahres Turnus durch unabhängige Sachverständige geprüft. Dabei wird der gesamte Produktionsprozess systematisch überprüft. Dies beinhaltet die gezielte Lieferantenauswahl, einen kontrollierten Wareneingang, die optimale Lebensmittellagerung sowie eine hygienische und temperaturoptimierte Speisenproduktion. Weitere Prüfkriterien sind die Sicherstellung der empfohlenen Nährwerte sowie eine gesetzeskonforme Deklaration und Kennzeichnung der ausgegebenen Speisen.

Unsere qualifizierten Ernährungsfachkräfte garantieren jeden Tag dieses hohe Niveau und kreieren immer wieder aufs Neue ein gesundheitsbetontes Geschmackserlebnis, damit „Essen mit gutem Gefühl" für unsere Gäste alltäglich ist.

2017

Fachklink Bad Bentheim in Bestenliste vertreten

Zum zweiten Mal veröffentlichte das Magazin FOCUS jetzt den größten Vergleich von Rehakliniken in Deutschland – mit einem höchst erfreulichen Ergebnis für die Fachklinik Bad Bentheim. Sie zählt laut FOCUS zu den „Top-Rehakliniken 2018" im Fachbereich Orthopädie. "Diese Auszeichnung macht uns sehr stolz", erklärt Chefärztin Dr. med. Simone Sörries. "Wir sehen sie sowohl als Anerkennung unserer Arbeit als auch als Verpflichtung an, unser Niveau zu halten."

Die Bestenliste entsteht nach Recherchen des unabhängigen Instituts Munich Inquire Media (MINQ). Insgesamt wurden mehr als 1.000 Einrichtungen untersucht. Unter anderem wurden Ärzte, medizinische Fachgesellschaften, Selbsthilfeverbände und Sozialdienste befragt sowie das medizinische und therapeutische Angebot und wichtige Ausstattungsmerkmale der Kliniken unter die Lupe genommen.

Bentheimer Badehaus wird für die Zukunft fit gemacht

Das ehemalige Badehaus der Kurklinik Bentheim wird für rund 900.000 Euro renoviert. Das denkmalgeschützte Gebäude, das gleichzeitig eine wichtige Verbindung innerhalb der Klinik ist, wird auf den neusten Stand gebracht. Von Geertje Meyer

Bad Bentheim. Es riecht nach frischer Farbe, ein Bohrer dröhnt durch die Räume des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Kurklinik. Eins der zwei Treppenhäuser ist gesperrt, ein Malerbetrieb streicht die Wände. Neue Leitungen, neue Raumaufteilung, eine neue Röntgenanlage – die knapp 900.000 Euro teure Baumaßnahme umfasst mehr als nur das Streichen der langen Gänge. Unter anderem sollen neue Gruppenräume in dem Gebäude geschaffen werden.

„Wir haben probiert, den ehemaligen Charakter zu erhalten", sagt Klinikgeschäftsführer Klaus Kinast und deutet auf den Stuck an der Decke und die Farbe an den Wänden. Etwas mehr als ein Jahr dauert die Renovierung bei laufendem Betrieb. „Wir haben oben angefangen und uns dann nach unten weitergearbeitet. Nun stehen nur noch die Treppenhäuser auf der Liste", erläutert Kinast. Die Gänge des Badehauses waren während der Arbeiten weiterhin die Verbindung zwischen Betten- und Kurmittelhäusern.

Im oberen Stockwerk sind seit der Renovierung nun die Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen untergebracht. Sie arbeiten dort, wo früher geschlafen wurde. „Das Gebäude von 1850 war früher das Badehaus. Im Erdgeschoss waren die Wannenräume, im Obergeschoss waren die Gäste untergebracht", blickt Kinast zurück. Der Außenbereich des Gebäudes, das eines der ältesten auf dem Gelände der Klinik ist, wurde bereits vor 20 Jahren denkmalschutzgerecht renoviert. Im Erdgeschoss wurden bei der jetzigen Maßnahme die Terminschalter, die zuvor an unterschiedlichen Standorten im Klinikkomplex waren, zusammengefasst. Spätestens im März sollen nun auch die letzten Arbeiten im Inneren des Badehauses fertiggestellt werden, dann können Gruppenräume für Therapien genutzt werden.

Doch bereits jetzt wird die nächste Baustelle geplant. „Man wird eigentlich nie fertig", sagt Kinast. Als nächstes steht eines der Kurmittelhäuser auf der Agenda. „Das Gebäude wurde öfters umgebaut und angepasst", blickt er zurück. Nun sei es wieder an der Zeit, die neusten Erkenntnisse für Reha-Therapien umzusetzen. „Das Konzept sieht mehr Gruppenbehandlungen vor, also brauchen wir dafür Räume." Außerdem muss das Gebäude energetisch saniert werden.

Kurklinik im „Top-Kurort“ Bad Bentheim ausgezeichnet

Sowohl die Kurklinik Bad Bentheim als auch die Stadt sind bei einer Erhebung der Zeitschrift „Focus-Gesundheit" ausgezeichnet worden. Der „Top-Kurort" möchte nun mit dem Ergebnis der Untersuchung werben. Von Geertje Meyer

Bad Bentheim. Sie gehören zu den Besten – das wurde in der Untersuchung des Rechercheinstitut Munich Inquire Media im Auftrag der Gesundheits-Zeitschrift deutlich. Sowohl die Kurklinik im Fachbereich Orthopädie und der Kurort Bad Bentheim wurden ausgezeichnet und werden nun in der Bestenliste verzeichnet. „Es handelt sich dabei nicht um ein Ranking, entweder ist man dabei oder eben nicht", erläutert Klinik-Geschäftsführer Klaus Kinast.

Während er und sein Team den umfangreichen Online-Fragebogen für die Fachklinik ausgefüllt haben, hat das Rechercheinstitut darüber hinaus Patienten und Ärzte befragt. Sowohl aufgrund der Sozialdienste, als auch der Ärzte im Haus empfehlen Mediziner die Fachklinik. In der Rubrik „sehr breites Therapiespektrum" erhielt die Einrichtung außerdem die Auszeichnung „hoher Standard". „Das ist eine tolle pflegerische und medizinische Teamleistung, ich bin da sehr stolz drauf", lobt Kinast.

Auch Bürgermeister Dr. Volker Pannen ist stolz auf die Auszeichnung Bad Bentheims als einer der besten 79 Kurorte und Heilbäder in Deutschland. „Ich sehe die Auszeichnung als Bestätigung, dass wir in den letzten Jahren gute Schritte im Tourismusangebot und in der Infrastruktur unternommen haben", sagt er. Die Themen, die bei der Untersuchung der Orte im Fokus standen, sind die medizinische Versorgung, die gesundheitstouristische Infrastruktur und das Freizeitangebot. Sowohl in der Rubrik medizinisches Angebot als auch in der Infrastruktur erhielt Bad Bentheim die Note „sehr gut". „Das ist nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Bewohner von großem Wert", sagt Volker Pannen.

Sowohl Stadt als auch Fachklinik wollen nun mit der Auszeichnung werben. „Sie ist ein wichtiges Signal", sagt Frank Slink, Leiter der Touristinformation in Hinblick auf das im nächsten Jahr anstehende Prädikatsverfahren. Bei dem Bad Bentheim alle zehn Jahre nachweisen muss, dass es weiterhin den Titel „Bad" würdig ist. Helfen soll dabei auch das Programm Zukunft Stadtgrün. „Wir wollen damit das Gesundheitsangebot in der Stadt stärker spürbar machen", sagt Pannen.

© Foto: Privat

Bernhard Bergmann nach 43 Jahren verabschiedet

Der Verwaltungsdirektor Bernhard Bergmann ist nach 43 Jahren an der Fachklinik Bad Bentheim verabschiedet worden. „Du hast die positive Entwicklung zu einem modernen Gesundheitszentrum mitgeprägt", sagte Geschäftsführer Klaus Kinast.

Bad Bentheim. Viele Gäste und langjährige Weggefährten hatten sich am vergangenen Freitag zu einer großen Feierstunde im Kurhaus Hotel Oelen auf dem Gelände der Fachklinik Bad Bentheim eingefunden, um den langjährigen Mitarbeiter und Verwaltungsdirektor Bernhard Bergmann in den Ruhestand zu verabschieden.

Verabschiedung
Nach der Begrüßung durch Erbprinz Carl-Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt auch im Namen der anderen Gesellschafter der Fachklinik zeichnete Geschäftsführer Klaus Kinast den beruflichen Werdegang des 64-Jährigen nach und blickte bei seiner Laudatio auf mehr als 43 Jahre Betriebszugehörigkeit und die in dieser Zeit erfolgten Entwicklungen der Thermalsole- und Schwefelbad Bentheim GmbH zurück.

Arbeit im Laufe der Zeit
Er hob dabei nicht nur die wesentlichen baulichen Erweiterungen wie den Bau des Sonnenhauses, den Neubau der Küche und des Speisesaales, den Neubau der Bettenhäuser 4, 5, 6, 7 und 8, den Bau des Trainingstherapiezentrums und der Kardiologischen Klinik, der neuen Verwaltung und die vollständige Sanierung zahlreicher älterer Gebäude hervor, sondern wies auch auf die wesentlichen Strukturveränderungen, die die Fachklinik in dieser Zeit erfahren hat, hin.

Dank und Anerkennung
Der Geschäftsführer sprach Bernhard Bergmann Dank und Anerkennung für seine geleistete Arbeit aus. Diese habe er immer pflichtbewusst und mit großem Engagement sowie mit viel Kompetenz und Bodenständigkeit und einer sachlichen Herangehensweise an neue Entwicklungen ausgeführt. „Du hast die positive Entwicklung zu einem modernen Gesundheitszentrum an entscheidender Stelle mitgeprägt", sagte Kinast.

In seiner Abschiedsrede ließ Bernhard Bergmann in sehr persönlichen und teilweise auch nachdenklichen Worten diese lange Zeit von 43 Jahren noch einmal Revue passieren. Er danke allen, die mit ihm vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Die Feierstunde wurde von dem Duo „Taris" der Musikschule Bad Bentheim hervorragend begleitet.

© Grafschafter Nachrichen – Schönrock

Neuer Chefarzt möchte Profil der Fachklinik schärfen

Mit dem 42-jährigen Dr. Athanasios Tsianakas arbeitet nun ein ausgewiesener Experte für Schuppenflechte an der Bentheimer Fachklinik. Im Gespräch mit den GN verrät Tsianakas, welche Pläne er für die Dermatologie hat.

Bad Bentheim. Die Fachklinik Bad Bentheim hat einen neuen Chefarzt für den Fachbereich Dermatologie. Seit dem 1. Mai ist Dr. Athanasios Tsianakas Nachfolger von Dr. Andreas Altenburg, der nach nur einjähriger Tätigkeit seine Zelte in Bad Bentheim bereits wieder abgebrochen hat. Man habe sich im beiderseitigen Einvernehmen getrennt, sagt dazu Fachklinik-Geschäftsführer Klaus Kinast. Über Hintergründe wollte Kinast keine Angaben machen.
Der Sohn griechischer Eltern ist in Hamburg geboren und in Pinneberg aufgewachsen. Sein Studium der Humanmedizin absolvierte er in Lübeck und Hamburg. In der Elbmetropole verbrachte er auch den größten Teil seiner Assistenzzeit am Universitätsklinikum in Eppendorf. Promoviert hat Tsianakas dann am Hamburger Tropeninstitut im Bereich Immunologie. 2005 erfolgte dann der Wechsel an die Uniklinik Münster, wo er an der Hautklinik die Facharztausbildung machte. Seit 2011 arbeitete Athanasios Tsianakas dort als Oberarzt und wurde Leiter des Studienzentrums für klinische Forschung für Schuppenflechte. „Diesen Bereich habe ich in Münster mit aufgebaut", erzählt der 42-jährige Mediziner. Es ging dabei beispielsweise um die bessere Verzahnung von Klinik und Praxis sowie um die Einhaltung von Therapiestandards."
Seine Spezialisierung im Bereich Schuppenflechte war ein ganz entscheidender Grund, warum sich die Fachklinik Bad Bentheim für Athanasios Tsianakas entschieden hat. „Diesen Schwerpunkt wollen wir hier weiter pflegen und stärken", erklärt der 42-Jährige. Neben diesem Aspekt ist geplant, die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit chronisch entzündeten Hauterkrankungen auszubauen, ebenso die Rehamaßnahmen für Patienten mit Hautkrebs.
Intensiviert werden soll zudem die Kooperation mit der Uniklinik Münster, beispielsweise im Bereich chronischer Juckreiz. „Münster ist in diesem Feld deutschlandweit führend", sagt der 42-Jährige. Tsianakas verfügt natürlich über beste Verbindungen zu seiner ehemaligen Arbeitsstelle.
„Ein wichtiges Anliegen ist mir auch die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten aus der Region", sagt .Athanasios Tsianakas. „Es muss nicht immer alles sofort an der Uniklinik behandelt werden. Wir wollen vermeiden, dass Patienten überlange Wege fahren müssen."
Zudem möchte Dr. Athanasios Tsianakas die Fachklinik in der Öffentlichkeit noch präsenter machen, beispielsweise durch Teilnahmen an Symposien und Fachtagungen.
Geschäftsführer Klaus Kinast ist voll des Lobes für den neuen Chefarzt der Dermatologie: „Wir freuen uns sehr, dass wir einen ausgewiesenen Experten gefunden haben, mit zusätzlich ausgeprägten wissenschaftlichen Ansprüchen. Er hat schon zahlreiche Arbeiten publiziert und arbeitet an weiteren Publikationen. Das möchten wir gerne unterstützen." Er bringe zudem neue medizinische Ideen und Kompetenzen ein. „Auch das möchten wir sehr gerne stützen und fördern", sagt Kinast. Er habe in den vergangenen zweieinhalb Monaten bereits feststellen können, dass Tsianakas sehr aktiv sei. „Durch viele bundesweite Fachvorträge wird die Kompetenz der Fachklinik betont", sagt der Geschäftsführer.
Auch wenn Athanasios Tsianakas schon seit Mai in Bentheim arbeitet, so wohnt der dreifache Familienvater vorerst weiter in Münster. „Ein Umzug ist aber durchaus im Gespräch", verrät der 42-Jährige.

© Grafschafter Nachrichen – Schönrock

Technik zieht in die Wäscherei

Noch sind die Pläne ganz am Anfang, doch es wird einige Veränderungen auf dem Gelände der Fachklinik in Bentheim geben. Das aktuelle Technikhaus sowie das Kurmittelhaus 1 sollen abgerissen werden.

Bad Bentheim. An der Fachklinik in Bad Bentheim soll bald wieder gebaut werden. Nach den umfangreichen Arbeiten in den Jahren 2015 und 2016 mit der Erweiterung des Speisesaals und einem neuen Eingangsbereich, soll nun das nächste Projekt in Angriff genommen werden. Entsprechende GN-Informationen bestätigte Geschäftsführer Klaus Kinast. „Wir stehen mit den Planungen allerdings noch ganz am Anfang."
Demnach soll die Technik der Fachklinik aus dem ehemaligen fürstlichen Sägewerk ausziehen, da das Gebäude in die Jahre gekommen ist und immer wieder umgebaut werden musste. Als neue Unterkunft hat die Fachklinik die ehemalige Wäscherei direkt gegenüber ins Auge gefasst. „Die Fachingenieure haben bereits signalisiert, dass das sehr gut funktionieren würde", berichtet Kinast. So ist das Gebäude, das derzeit unter anderem die Kinderbetreuung beherbergt, komplett unterkellert, außerdem sind zwei Blockheizkraftwerke dort ohnehin schon untergebracht. „Die Deckenhöhe beträgt dort etwa vier Meter, es gibt gut begehbare unterirdische Schächte als Anbindung zum restlichen Klinikteil. Daher würde sich das Gebäude für die Technik anbieten", sagt Klaus Kinast. Mit dem Umzug könnten zugleich einige Dinge bereinigt werden, bei denen man derzeit Kompromisse eingehen müsse. Beispielsweise bei der 40 Jahre alten Gasübergabe- und Regelstation. „Da wird es bei der Ersatzteilbeschaffung immer schwieriger", erklärt Kinast.
Ferner sind in dem Technikhaus Werkstätten für die Handwerker, die Fahrdienstleitung sowie zwei Betriebswohnungen untergebracht. „Auch das Zentrallager ist hier, das platzt inzwischen aus allen Nähten", sagt Kinast. Nach dem Umzug soll das Gebäude abgerissen werden. „Die Wohnungen fallen weg, für das Zentrallager müssen wir dann eine neue Lösung suchen", sagt der Geschäftsführer. Nach dem eigentlichen Abriss müssen dann auch noch sämtliche Leitungen aus dem Boden entfernt werden. Die freie Fläche soll künftig ein neues Kurmittelhaus ausfüllen. In diesen Häusern – an der Fachklinik Bentheim gibt es zwei – werden die entsprechenden Kur-Anwendungen verabreicht. „Das Kurmittelhaus 1 ist schon ziemlich alt und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen", erklärt Klaus Kinast. So sei beispielsweise die Größe der Bewegungsbäder nicht mehr optimal, da man statt Gruppen von sechs bis sieben Personen inzwischen bis zu 15 Personen betreue.
Genau wie das alte Technikgebäude soll auch das gegenüberliegende Kurmittelhaus 1 abgerissen werden. Für die Freifläche dort gibt es zwar auch schon Pläne, die möchte Klaus Kinast aber noch nicht verraten. Ein konkreter Zeitplan steht auch noch nicht fest. „Wir sind noch in der Planungsphase. Das wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen", sagt Klaus Kinast. „Wir arbeiten nach dem Prinzip: Qualität geht vor Geschwindigkeit", erklärt der Geschäftsführer. „Wir haben keine Eile, da der Betrieb ja normal weiterläuft."

2016

Der neue Empfangsbereich der Klinik © Grafschafter Nachrichen

Neues Herzstück der Fachklinik eröffnet

Der Hingucker des Neubaus der Fachklinik Bad Bentheim ist der Haupteingang. Er ist der zentrale Anlaufpunkt für alle Patienten, die sich an der Fachklinik behandeln lassen.

Von Jonas Schönrock
Zahlreiche geladene Gäste feierten am Freitagvormittag die offizielle Einweihung des Neubaus an der Bad Bentheimer Fachklinik. Für den Geschäftsführer gab es ein „süßes" Geschenk.
Bad Bentheim. Zur feierlichen Eröffnung hatte die Fachklinik Bad Bentheim am Freitagvormittag geladen. Das neue Haus 8 für die kardiologische Fachabteilung, der neue Verwaltungstrakt, ein neuer Speisesaaltrakt sowie der neue Haupteingang (die GN berichteten mehrfach) wurden in einem Festakt mit geladenen Gästen offiziell eröffnet.
Erbprinz Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt, Vorsitzender der Gesellschafter-Versammlung, bezeichnete in seiner Begrüßungsrede den neuen Trakt als „Visitenkarte der Klinik". Mit der Kardiologie als neuer Disziplin sei dort nun ein hochmodernes Zentrum entstanden, in dem fachübergreifend agiert werden könne.
Geschäftsführer Klaus Kinast richtete seinen Dank an alle Beteiligten für die „gute und solide Arbeit". „Vor fünf Jahren stand auf diesem Gelände noch der Tennisplatz von Rot/Gelb. 2010/2011 haben wir das Gelände dann übernommen", blickte Kinast zurück. Das sei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gewesen.
„Erstmals leiden wir jetzt nicht unter chronischer Raumnot." Mit dem Neubau habe man nun die Zukunftsfähigkeit der Fachklinik gesichert. „Dass nun alles fertig ist, darauf sind wir mächtig stolz", sagte der Geschäftsführer.
Dr. Wolfgang Hemme, Chefarzt der Kardiologie, bezeichnete die Einrichtung des neuen Fachbereichs als „eine Herausforderung für alle". Von den Kollegen sei das neue kardiologische Rehazentrum in den vergangenen Jahren bereits gut angenommen worden. „Wir haben hier ein hervorragendes Netz an Akutkrankenhäusern", sagte Hemme und dankte dafür, dass viele Patienten zur Nachsorge in die Fachklinik geschickt würden. „Wir haben ein Einzugsgebiet von Leer bis ins nördliche Ruhrgebiet", sagte Hemme. „Wir genießen hier in der Grafschaft eine hohe Akzeptanz."

Auch zu den niedergelassenen Ärzten habe man einen guten Draht. Der Gesamteindruck der Klinik werde nun in einem ansprechenden Gesicht präsentiert.
Dr. Philipp Köster von der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig Hannover – Referat Kliniken – hob die Innovationskraft der Mitarbeiter hervor. „Das schätzen wir an Bad Bentheim." Es sei gelungen, eine gute und gut geführte Rehaklinik zu schaffen, obwohl man in Niedersachsen mit kardiologischen Rehabilitationskliniken nicht gerade unterversorgt sei. Wir sind sehr zufrieden und gewiss, dass hier gute und nachhaltige Arbeit für unsere Versicherten geleistet wird."
Architekt Bernhard Busch bezeichnete den Neubau als „Konsequenten Abschluss der Idee, die Klinik neu zu strukturieren." Dies sei bereits vor über 15 Jahren ein Thema gewesen. „Das beharrliche Festhalten an dieser Idee hat das erst möglich gemacht." Er hoffe, dass der Neubau die Qualität des Hauses noch einmal erhöhe.
Traditionell hatte der Architekt zur Übergabe des Gebäudes an den Hausherrn auch einen symbolischen Schlüssel dabei, den er Klaus Kinast überreichte – und zwar aus Schokolade. Als offizielles Einweihungsgeschenk erklärte Busch, die Kosten für zwei Gemälde zu übernehmen, die sich Klaus Kinast für den neuen Eingangsbereich ausgesucht hatte.
„Großer Tag für die Stadt und die ganze Region"
Bad Bentheims Bürgermeister Dr. Volker Pannen sprach in seinem Grußwort anschließend von einem „großen Tag für die Stadt und die ganze Region." Pannen erinnerte noch einmal an die schwierige Entscheidung, den Tennisplatz zu kaufen, was unter Mithilfe der Bevölkerung schließlich gelang. Die erste Weichenstellung sei hier die Zusammenlegung des TC Rot/Gelb mit dem TuS Gildehaus gewesen. „Die zweite Weichenstellung war dann die Entscheidung für die Kardiologie", sagte Pannen. Dies sei ein Verdienst von Herrn und Frau Dr. Hemme gewesen.
Landrat Friedrich Kethorn erinnerte in seinem Grußwort daran, dass sich das Gesicht der Fachklinik in den vergangenen zwölf Jahren erheblich verändert habe. „Dazu beigetragen hat die Innovationskraft des Geschäftsführers und der Mitarbeiter." Die Einrichtung sei auf einem sehr guten Weg, während der Reha-Krise in den 1990er-Jahren habe man die Hände nicht in den Schoß gelegt.
Das eingenommene Geld, so der Landrat, bleibe im Haus. „Es wird keine Gewinnabführung an die Gesellschafter geben." Die Fachklinik sei ein gesundheitspolitisches Highlight in der Grafschaft. „Die Einrichtung trägt außerdem dazu bei, vielen Menschen eine Arbeit zu geben und dass die Patienten sich wohlfühlen", lobte Kethorn.
Die Kardiologie ist seit 2013 die vierte Reha-Säule der Fachklinik Bad Bentheim, neben der Rheumatologie, der Dermatologie und der Orthopädie. Der etwa 6000 Quadratmeter große Neubau hat rund 16 Millionen Euro gekostet (die GN berichteten).

Renovierung der Therme © Grafschafter Nachrichen

Thermalbad in Bad Bentheim wird saniert

Von Detlef Kuhn
Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, bevor größere Schäden entstehen. Betroffen sind von den Sanierungsarbeiten im Thermalbad Bentheim vor allem das Sportbecken und die Sauna sogar bis 1. September.
Bad Bentheim. Am Montag haben die Renovierungsarbeiten in der Mineraltherme der Fachklinik Bad Bentheim begonnen, die noch bis zum 23. August dauern werden. Bis dahin gibt es nur für die stationären Patienten und die mit Rezept die nötigen Anwendungen. Denn betroffen ist vor allem das Sportbecken, das vor 40 Jahren eröffnet wurde.
Eine Garantie gab die Herstellerfirma für 25 Jahre. Die seinerzeit verklebten PVC-Rohre tauscht man lieber jetzt rechtzeitig aus, auch wenn es nur kleine Leckagen gibt. „Ganz schlecht wäre es, wenn ein Rohr platzt und der Keller vollläuft", setzt nicht nur der technische Leiter Thorsten Krämer auf Sicherheit. Das Solewasser sei zwar sehr gesund, habe – technisch gesehen – leider aber auch zerstörerische Kräfte. Ausgetauscht wird zudem der Heizkessel im Keller, der als Reserve für besonders kalte Jahreszeiten vorgehalten wird, um die nötige Wassertemperatur zu erzielen. Aber die automatische Zuschaltung ab minus acht Grad wird selten benötigt.

100.000 Euro werden investiert
Die Anwendungen für die Patienten können während der Sanierungsarbeiten in gewohnter Form weitergehen, sagte die Leiterin des Thermalbades, Jutta Niehaus. In den beiden anderen Becken kann man sich davon überzeugen, wie die Bewegungsbäder die Patienten auf Trab halten. Der Saunabereich ist allerdings komplett geschlossen. Dort sind zum Teil die Bodenfliesen entfernt worden, die über viele Jahre bröselig geworden sind oder einfach nicht mehr schön aussahen.
„Das sind wir unseren Gästen schuldig, dass auch dieser Bereich aufgehübscht wird", sagt der Geschäftsführer der Fachklinik, Klaus Kinast. „Wir fühlen uns verpflichtet, dass der Saunabereich gut und zeitgemäß aussieht", sagt Jutta Niehaus. Insgesamt wird die Fachklinik circa 100.000 Euro investieren, damit die komplexen Aufgaben auch in Zukunft reibungslos funktionieren. Im Zuge der Arbeiten werden auch gleich Lampen ausgetauscht. Wenn schon Reparaturen nötig sind, dann gleich richtig, lautet das Motto.
Verärgert ist man in der Fachklinik allerdings darüber, dass der schön ausgedachte Zeitplan nicht funktionieren wird. Denn die Aufträge für die Handwerker waren für den Zeitraum vergeben worden, wenn die B 403 gesperrt sein sollte. Diese Sanierung beginnt jetzt später.

Fahnen vor der Klinik © Grafschafter Nachrichen

Fachklinik will Markenidentität stärken

Am Haupteingang der Fachklinik ist auf drei Fahnen die neue Optik zu erkennen, die in Zukunft durchgängig benutzt werden soll. Im Mittelpunkt dabei die blau, grün und gelblich-grün gekennzeichneten Ursprünge: Sole und Schwefel.

Die Umsetzung wird noch dauern, denn bisher hat die Fachklinik nur intern die neue Beschilderung abgeschlossen. Die neue Gestaltung umfasst drei Logos, die farblich auf die einzelnen Teilbereiche hinweisen.
Bad Bentheim. „Die vielen verschiedenen Logos haben Patienten und Besucher doch häufig verwirrt", begründen Geschäftsführer Klaus Kinast und Marketingchefin Nicole Hölter die Neuausrichtung, die sich nicht nur auf die Gebäude bezieht. Das neue Leitsystem umfasst eine durchgehend neue Optik für die interne und externe Beschilderung. Das Leitbild geht aber weiter: Auch der neue Internetauftritt ist davon geprägt. Doch bis die Umsetzung gänzlich abgeschlossen ist, wird es noch etwas dauern. Eingebunden sind jetzt auch die Mineraltherme und das Trainings- und Therapiezentrum (TTZ): Ihr neues Design ist gekennzeichnet durch die Farben blau (Wasser) und rot.

Rückblick auf 300 Jahre Thermalsole- und Schwefelbad
Bei der optischen Neuausrichtung des Thermalsole- und Schwefelbades wird auf die Historie Bezug genommen, schließlich schaut die Fachklinik Bad Bentheim auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurück. Stolz blickt sie auf das bisher Geleistete, weil sie sie „durch stetige Weiterentwicklung inzwischen zu einer der führenden Kliniken für Rheumatologie, Dermatologie, Orthopädie und Kardiologie gehört". Hierzu stehen dem Haus neben vielfältigen ambulanten Angeboten zurzeit insgesamt 350 Rehabilitationsbetten und zusätzlich 68 dermatologische akut-stationäre Betten zur Verfügung. Mehrere Tausend Patienten suchen die Fachklinik jährlich auf, um Heilung oder Linderung zu erfahren.
Ein sehr prägnantes Logo hat die Klinikgeschichte lange Zeit bestimmt: Das Brunnenhäuschen der Schwefelquelle als Symbol für natürlich Heilmittel, die in verschiedenen Therapien im Hause eingesetzt werden. Doch das Brunnenhäuschen verschwand „durch die Entwicklung vom alten Kurimage zum modernen Gesundheitszentrum". Die Wortmarke wurde nur noch mit einer schmalen orangefarbenen Linie versehen. Therme und TTZ hatten unabhängig von der Fachklinik eigenständige Symbole.
Die Verantwortlichen sahen die Zeit gekommen, ein Gleichgewicht in einer neuen „Bildmarke" zu finden: Die Klinik soll präsentiert werden als „starke, verlässliche und selbstbewusste Hauptakteurin, die Therme und TTZ als entscheidenden Mehrwert im medizinischen Bereich der Fachklinik wahrnimmt". Zusammen mit der Agentur „stockwerk2" aus Oldenburg ist dabei eine „neue Wort-Bild-Marke entwickelt worden, die die Fachklinik Bad Bentheim als moderne und selbstbewusste Reha-Klinik darstellt". Das Ziel: „Die prägnante Symbolik greift die Herkunft der Klinik auf und vereint zielführende Aspekte symbolisch in sich."

Gleichzeitig sollte sich das neue Logo durch Einfachheit auszeichnen: Die ineinander verschränken Tropfen stehen für die entscheidenden Heilmittel: Schwefelwasser und Thermalsole. Die Überlagerung der Tropfen lässt eine organische und blattähnliche Form entstehen, die für Gesundheit, Natürlichkeit, Wachstum und Heilung stehen soll – ein Verweis auf die grüne, bewaldete Umgebung der Fachklinik. Die Verschränkung der Tropfen will eine sichere, vertrauensvolle und fürsorgliche Verbindung zwischen Patient und Klinik assoziieren. „Das Zeichen korrespondiert zudem mit dem neuen Zeichen für die Grafschaft Bentheim und symbolisiert somit Zugehörigkeit zur Region", erläutert Nicole Hölter einen wichtigen Aspekt, auf den die Fachklinik Wert legt. Schließlich ist der Landkreis ebenso mit 25 Prozent an der Fachklinik beteiligt wie die Stadt Bad Bentheim. Der Rest entfällt auf die Stiftung des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt.
Jetzt wird die neue Markenidentität noch in „alle internen und externen Kommunikationskanäle" getragen und wird sich dann wiederfinden in Drucksachen, Werbematerialien, Dienstkleidung und vielen anderen Dokumenten und Verkaufsprodukten. Was bleibt ist die rechtliche Firmierung: „Thermalsole- und Schwefelbad Bentheim GmbH".

Fachklinik Bad Bentheim in neuem „Look"

Auf eine mehr als 300 jährige Geschichte schaut die Fachklinik Bad Bentheim bereits zurück. Durch ihre stetige Weiterentwicklung gehört sie inzwischen zu einer der führenden Kliniken für Rheumatologie, Dermatologie, Orthopädie und Kardiologie. Hierzu stehen dem Haus neben den vielfältigen ambulanten Angeboten aktuell insgesamt 350 Rehabilitationsbetten und zusätzlich 68 dermatologische akut-stationäre Betten zur Verfügung. Mehrere Tausend Patienten suchen jährlich die Fachklinik auf, um Heilung oder Linderung zu erfahren.

Der Klinikgeschichte hatte zuvor lange Zeit ein sehr prägnantes Logo bestimmt: Das Brunnenhäuschen der Schwefelquelle als Symbol für die natürlichen Heilmittel, die in verschiedensten Therapien im Hause eingesetzt werden. Durch die Entwicklung vom alten Kurimage zum modernen Gesundheitszentrum verschwand das Brunnenhäuschen und die Wortmarke wurde nur noch mit einer schmalen orangefarbenen Linie versehen. Die Therme und das Trainingstherapie Zentrum hatten unabhängig von der Fachklinik völlig eigenständige Symbole.

Die Zeit war nun gekommen, ein Gleichgewicht in einer neuen Bildmarke zu finden, das die Klinik als starke, verlässliche und selbstbewusste Hauptakteurin präsentiert und zugleich dabei die Therme und das Trainings Therapiezentrum als entscheidenden Mehrwert im medizinischen Bereich der Fachklinik wahrnimmt.

Mit der Agentur Stockwerk2 aus Oldenburg haben wir uns im letzten halben Jahr intensiv beraten und es geschafft, eine neue Wort-Bild-Marke zu entwickeln, die die Fachklinik Bad Bentheim als eine modernen, qualitätsbewussten Reha-Klinik darstellt. Die neue starke, spannungsvolle und prägnante Symbolik greift die Herkunft der Klinik auf und vereint zielführende Aspekte symbolisch in sich.

Das neue Logo zeichnet sich durch seine Einfachheit und hohe Prägnanz aus. Seine Bildmarke - die zwei ineinander verschränkten Tropfen - stehen für die zwei entscheidenden Heilmittel: Schwefelwasser und Thermalsole. Die Überlagerung der zwei Tropfen lässt eine dritte, organische, blattähnliche Form entstehen, die für Gesundheit, Natürlichkeit, Wachstum und Heilung steht. Sie verweist zudem auf die grüne, bewaldete Umgebung der Fachklinik. Die Verschränkung beider Tropfen assoziiert eine sichere, vertrauensvolle und fürsorgliche Verbindung zwischen Patient und Klinik.

Das Zeichen korrespondiert zudem in Duktus und Farbigkeit mit dem neuen Zeichen für die Grafschaft Bentheim und symbolisiert somit eine Zugehörigkeit zur Region.

Zeitnah tragen wir nun die neue Markenidentität in alle internen und externen Kommunikationskanäle und statten in den nächsten Monaten Stück um Stück die vorhandenen Drucksachen, Werbematerialien, Dienstkleidung und viele anderen Dokumente und Verkaufsprodukte mit den neuen Wort-Bildmarken aus.

Was sich nicht ändert, ist unsere rechtliche Firmierung „Thermalsole- und Schwefelbad Bentheim GmbH" und unsere Passion, mit der wir neue Therapiemöglichkeiten voranbringen und bestehende entscheidend verbessern wollen: für unsere Patienten, unsere Mitarbeiter, Gäste und Besucher.

2015

Fachklinik wächst weiter: Neue Kardiologie

Die Fachklinik Bad Bentheim verändert ihr Gesicht: In drei Bauabschnitten werden eine neue kardiologische Klinik und ein neues Verwaltungsgebäude gebaut, außerdem wird der Speisesaal erweitert.

Von Frauke Schulte-Sutrum. Pünktlich zur offiziellen Grundsteinlegung am Dienstag um 11 Uhr regnete und donnerte es kräftig über der Fachklinik in Bad Bentheim. Also zogen sich Ärzte, Gesellschafter und Fachpersonal mit Geschäftsführer Klaus Kinast erst einmal wieder in den Eingangsbereich der Klinik zurück. Der Schauer zog aber schnell ab, sodass Kinast die Gäste über das Bauvorhaben direkt an der Klinik-Baustelle informieren konnte.

In drei Abschnitten wächst die Fachklinik weiter und verändert ihr Gesicht: Zunächst wird eine neue kardiologische Klinik mit 80 Betten auf einem ehemaligen Tennisgelände errichtet. Dazu gehören Funktions- und Therapieräume. Die Bauarbeiten laufen bereits seit Februar. Ein neuer großzügiger Eingangsbereich wird künftig die neue Kardiologie mit dem bisherigen Gebäude verbinden, erläuterte Klaus Kinast den GN. In einigen Monaten tut sich auch etwas am Speisesaal: Er wird um 100 Plätze erweitert, kündigte der Geschäftsführer an. Rund 16 Millionen Euro soll der große Neubau kosten. Mit der kardiologischen Rehabilitation erhöht sich die Bettenzahl auf mehr als 500. Die Kardiologie ist die jüngste Fachdisziplin der Klinik, sie ist im Juli 2013 in Betrieb gegangen.

Die Neubauten sind nötig geworden, weil die bisherigen betroffenen Arbeitsgruppen auf mehrere Standorte in der Anlage verteilt sind. Die räumliche Nähe der Gebäude soll die Kommunikation zwischen den Abteilungen der Fachklinik erleichtern. Die Gebäudeteile werden energietechnisch an die bisherige Fernwärmeversorgung aus einem Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung angeschlossen. „Wir wollen unseren Mitarbeitern anständige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, die Abläufe der Klinik optimieren und dem interdisziplinären Team unter der Leitung von Chefarzt Dr. Hemme ein modernes Umfeld zur Behandlung bieten", sagte Kinast, der teilweise das Baustellen-Gehämmere übertönen musste.

„Kleinliche Gebäude beherbergen kleinliche Gedanken", zitierte der Geschäftsführer den US-amerikanischen Unternehmer John Davison Rockefeller. Kinast zeigte sich davon überzeugt, dass aus der Großzügigkeit der Bauwerke in Bad Bentheim auch große Gedanken und Ideen hergehen werden. Anschließend packte der Bauherr eine von den drei Gesellschaftern – fürstliche Familie, Landkreis und Stadt – unterschriebene Urkunde zur Grundsteinlegung, eine aktuelle Tageszeitung, einige Geldmünzen, die Begrüßungsrede und die Festschrift zum 300. Jubiläum der Fachklinik in eine „Zeitkapsel". Diese soll in den Bau eingemauert werden. Mit diesem Brauch könnten Nachkommen in später Zukunft vielleicht einmal erfahren, wie der Neubau der Fachklinik entstanden ist.

Quelle: www.gn-online.de

2014

Neujahrsgala wieder in Fachklinik

Zwei besondere Programmpunkte werden bei der Neujahrsgala am Sonnabend, 17. Januar, in der Fachklinik Bad Bentheim präsentiert. Der Chor „Dekoor Close Harmony" aus Utrecht und Salonorchester Münster treten auf.

Von Frauke Schulte-Sutrum. Den Anfang macht der niederländische Chor „Dekoor Close Harmony" aus Utrecht. Er besteht aus 30 Studenten und Graduierten der Universität Utrecht und wird eine Mischung aus Jazz, Gospel und Pop-Musik auf die Bühne bringen. Die Sänger haben in den vergangenen Jahren bei Wettbewerben erste Plätze in China, den USA und Lettland geholt. In diesem Jahr standen sie zwei Mal mit den „Rolling Stones" auf der Bühne. Nach der Pause spielt das Salonorchester Münster klassische Stücke von beispielsweise Brahms, Mozart und Strauß.

Die Fachklinik Bad Bentheim als Sponsor und Gastgeber, die Musik-Akademie der Obergrafschaft als musikalisch und die Touristinformation Bad Bentheim als organisatorisch Verantwortliche sind zuversichtlich, den Zuhörern im nächsten Jahr wieder ein unterhaltsames wie auch jugendlich frisches Konzertprogramm bieten zu können, hieß es in einem GN-Gespräch.

Los geht es um 20 Uhr. Tickets gibt es in der Touristinformation Bad Bentheim und bei Pro-Ticket. Die Karten kosten im Vorverkauf 25 Euro, ermäßigt 24 Euro, an der Abendkasse 27 Euro. Einlass ist ab 19 Uhr. .

Quelle: www.gn-online.de

Bessere Behandlung in Bentheim dank Telemedizin

Telemedizin bietet Krankenhäusern und Patienten Vorteile, weil eine bessere Betreuung möglich ist. Diese Argumente haben die Fachklinik Bad Bentheim veranlasst, den Westdeutschen Teleradiologieverbund zu nutzen.

Von Detlef Kuhn. Das Zauberwort heißt PACS: Das Bilderarchivierungs- und Kommunikationssystem bietet Kliniken eine einfach zu handhabende technische Möglichkeit, Bilder untereinander hin und her zu schicken, damit die für die Patienten nötige Therapie frühzeitig auf den Weg gebracht werden kann – die entsprechende Einverständniserklärung vorausgesetzt. Das System kann unnötige zusätzliche Röntgenaufnahmen vermeiden und die Kommunikation zwischen Fachleuten erleichtern, die sich mit ein paar Klicks auf dem PC die vorhandenen Aufnahmen vom Ultraschall bis zum MRT innerhalb weniger Minuten auf den Befundbildschirm holen können, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Das kann in Notfällen für Chirurgen sehr wichtig sein, aber auch in der Rehabilitation, wenn zum Beispiel im Kontakt mit dem Operateur ermittelt werden kann, worauf Folgeprobleme zurückzuführen sein könnten. Oder wie eine nötige Reha am besten aussehen könnte: Die könnte größtenteils schon festgelegt werden, bevor der Patienten da ist – weil die bisherigen Röntgenaufnahmen von der Akutversorgung schon vorliegen.

Was zunächst große Kliniken ausprobierten, entwickelt sich seit einigen Jahren auch in der Rehabilitation zu einem echten Standortvorteil. „Den wollen auch wir als Fachklinik für Rehabilitation nutzen", sagte Geschäftsführer Klaus Kinast bei einer Präsentation des Systems am Montag in Bad Bentheim. Schließlich könnte das erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Und die Kosten dafür sind überschaubar, weil die meisten Kliniken die nötige (etwas teurere) IT-Infrastruktur ohnehin haben dürften und die Mitgliedschaft im Teleradiologieverbund schon für einige Tausend Euro zu haben ist.

Röntgenbilder per Post? Die Zeiten sind vorbei

Auf jeden Fall verbessert die Mitgliedschaft die Arbeitsabläufe, denn damit sind die Zeiten vorbei, in denen Röntgenbilder noch per Post auf den Weg geschickt werden mussten oder dem Patienten eine CD gebrannt und in die Hand gedrückt wurde oder per Taxi zwischen den Kliniken zirkulierte – wenn es schnell gehen musste. Die Chefärzte von Orthopädie und Kardiologie zeigten sich bei der Präsentation sehr angetan von den neuen Möglichkeiten, auch die Rheumatologie und Dermatologie sollen auf Dauer von den Bildübertragungsmöglichkeiten profitieren.

Vorreiter für die Entwicklung der Telemedizin in Nordwestdeutschland sind nach Auskunft von Marcus Kremer der Radiologieverbund Ruhr und die Uniklinik Münster gewesen über zunächst virtuelle private Netzwerke von fest miteinander verbundenen Partnern. Ein Pilotprojekt startete 2010, ein fest installierter Verbund nahm Anfang 2012 seine Arbeit auf, so der Geschäftsführer der MedEcon Telemedizin GmbH. Ende 2012 waren es bereits 50 Teilnehmer, inzwischen sind es 160 mit Schwerpunkt Ruhrgebiet und Münsterland. Doch der Verbund reicht von Niedersachsen bis ins niederländische Enschede. Im Blick hat der Teleradiologieverbund auch weitere Bereiche Niedersachsens und offenbar auch das Mathias-Spital in Rheine, wovon wiederum das Paulinenkrankenhaus in Bad Bentheim profitieren könnte, das dazugehört.

Euregio-Klinik in Nordhorn bislang nicht beteiligt

„Schade, dass die Euregio-Klinik in Nordhorn noch nicht zum Verbund gehört", bedauert der Chefarzt der Kardiologie in der Fachklinik, Dr. Wolfgang Hemme. Denn die sei schließlich der „Hauptlieferant" für die Herz-Reha in Bad Bentheim. Dagegen nutzt das Bonifatius-Hospital in Lingen die Dienste des Teleradiologieverbandes. Mit einem einfacheren System könnten in Zukunft auch niedergelassene Ärzte eingebunden werden, so Diplom-Volkswirt Kremers.

„Auch das Traumanetzwerk Nordwest ist von solchen Verbundsystemen sehr angetan", sagte die Chefärztin der Bad Bentheim Orthopädie der Fachklinik, Dr. Simone Sörries. Das Netzwerk reicht von Münster und Coesfeld über Lingen und Enschede bis nach Bad Bentheim, wo im März 2015 ein Treffen ansteht. „Das System ist einfach, technisch zuverlässig und schnell, dazu kommt die Datensicherheit", wirbt Marcus Kremers für das System. Klaus Kinast sieht noch einen anderen Vorteil: „So können neue Kooperationen entstehen."

Zahlen belegen: System funktioniert in beide Richtungen

Die Zahlen sprechen für sich, die die Telemedizin GmbH verbuchen kann: über 6000 monatliche Übertragungen und 1250 aktive Nutzungen von den Verbundteilnehmern sind ein Beleg dafür, dass das System in beide Richtungen genutzt wird. Denn das war die große Sorge: Die großen Kliniken würden sich die Bilder kommen lassen, um Patienten zu gewinnen. Doch am Beispiel der Uniklinik Essen widerlegte Marcus Kremers dieses Vorurteil: Dort erhielt man elektronisch Bilder von 60 Einrichtungen, versendete aber gleichzeitig Aufnahmen an 50 Institutionen.

Für Bad Bentheim dürften die Zahlen von zwei Reha-Einrichtungen interessant gewesen sein: Die orthopädisch-rheumatische-unfallchirurgische Rehaklinik in Bad Sassendorf mit spezieller Schmerztherapie kooperierte mit 26 Einrichtungen und erhielt 403 Bilddokumente. Eine neurologische Reha-Klinik in Hagen ließ sich von Januar bis Oktober dieses Jahres von 41 Einrichtungen 1531 Aufnahmen elektronisch zusenden und verschickte 471 Untersuchungsergebnisse an 27 unterschiedliche Adressen.

Quelle: www.gn-online.de

Fachklinik Bad Bentheim baut Kardiologie aus

 

Bis 2016 über zehn Millionen Euro Investitionen – Neuer Haupteingang

Mit der Übernahme des Tennisplatzgeländes hat sich die Fachklinik wertvollen Platz gesichert, um erweitern zu können. Dort wird jetzt mit einem zweistelligen Millionenbetrag für die Kardiologie ein autonomer Bereich mit eigenem Speisesaal geschaffen.

Von Detlef Kuhn. „Die 8500 Quadratmeter große Fläche des ehemaligen Tennisplatzgeländes ist geländemäßig faktisch die einzige Möglichkeit, noch weiter zu wachsen", sagte der Geschäftsführer der Fachklinik, Klaus Kinast, im Gespräch mit den GN. Theoretisch bliebe jetzt für eine Erweiterung nur noch das Forsthaus vor dem Hutewald mit seinem Gelände drumherum. Deshalb sei man froh gewesen, beim Tennisplatz in den Erbpachtvertrag mit dem fürstlichen Haus einsteigen zu können, einem der Gesellschafter der Fachklinik. Der Vertrag läuft über 99 Jahre. Denn schon im Zehn-Jahresplan sei die Hinzunahme einer weiteren Fachrichtung vorgesehen gewesen, die mit 40 kardiologischen Reha-Betten im Bettenhaus 7 mit der angeschlossenen Arztabteilung in einem Zwischenschritt seit August 2013 eingeleitet worden war. Diese Räume soll in Zukunft die Orthopädie nutzen.

Denn bis 2016 soll nach den Entwürfen der Ibbenbürener Planungsgesellschaft agn die Kardiologie an ihren neuen Standort umsiedeln: Die Ausschreibungen für die Arbeiten sollen noch im Oktober erfolgen, dann könnte 2015 Baubeginn sein. Geplant sind eine Verdoppelung auf 80 Reha-Betten, eine Erweiterung des Speisesaals um 100 auf 600 Plätze und ein neuer noch patientenfreundlicherer Haupteingang an zentraler Stelle, an der dann auch die Verwaltung untergebracht werden soll. „Mit dem Projekt wird der Patientennutzen in der Region erheblich gesteigert, die Investitionen steigern aber auch die Kardiologien in den Krankhäusern in der Region", ist Klaus Kinast sicher. Schon die Einrichtung einer zusätzlichen Reha-Fachrichtung in Bad Bentheim habe sich als richtiger Schritt erwiesen, denn die Auslastung der bisher 40 Betten mit Patienten aus Niedersachsen und Westfalen (bis hin ins Ruhrgebiet) sei sehr erfreulich.

Klinik setzt auf Wachstum

Der erste der drei Bauabschnitte benötigt auch die längste Zeit: In gut einem Jahr soll die eigentliche kardiologische Klinik entstehen mit einem Ärztetrakt und den Funktionsräumen. „Mit den dort entstehenden 80 Plätzen setzen wir auf Wachstum", sieht der Geschäftsführer Potenzial in diesem Bereich. Als verbindendes Element zwischen dem jetzigen Bestand und dem Neubau entsteht ein neuer Haupteingang (samt Vorplatz und Überdachung) mit Verwaltungstrakt, auf den man von der Hauptstraße aus direkt zufährt. Mit einem großzügigen Foyer im Erdgeschoss und einer großen Rezeption soll die räumliche Enge beseitigt werden, die bisher vor allem dienstags aufgefallen war, wenn An- und Abreisetag ist. Auch die Patientenverwaltung werde durch Zentralisierung erleichtert.

„Das hat auch Vorteile für den Workflow", so Kinast. Bisher seien die Patienten im „Zick-Zack-Kurs" im Haus unterwegs gewesen. Jetzt werde der Kundenkontakt nach vorne verlagert. Im dritten Bauabschnitt wird ein neuer Speisesaal mit 100 Plätzen und separatem Eingang für die kardiologischen Patienten an den bisherigen Ess-Bereich angebaut.

Kurze Wege

„Wir wollen die Wege in der Kardiologie kurz halten, deshalb entsteht ein ziemlich autonomer Bereich", erläutert der Geschäftsführer. Bisher sei der vorhandene Kurmittelbereich mit genutzt worden, doch man könne einfach nicht immer mehr „draufsatteln". Die Versorgung erfolge deshalb innerhalb der Kardiologie, aber selbstverständlich könnten die Patienten auch von anderen Angeboten auf dem Gelände profitieren. Ein solches Wachstum erfordere natürlich auch zusätzliches Personal zu den bisher etwa 20 Mitarbeitern, so Kinast.

Vor allem der erste Bauabschnitt lässt sich offenbar gut abgrenzen, ohne den übrigen Klinikbetrieb zu beeinträchtigten. „Der Bereich liegt an der Peripherie, wir haben auch schon mitten im Gelände gebaut", meint Klaus Kinast. Ein großer Vorteil: Mit den Behörden ist vereinbart, dass der Bauverkehr nicht über die Hauptstraße, sondern über einen Forstweg abgewickelt werden kann..

Quelle: www.gn-online.de

Lampionfest: Mehr Lichter, weniger Publikum

 

Veranstaltung im Bad Bentheimer Kurpark mit erweitertem Angebot

Ein fester Bestandteil des Bad Bentheimer Veranstaltungskalenders ist das Lampionfest im Kurpark. Über die Jahre hat der Verkehrs- und Kulturverein (VKV) das Erscheinungsbild und das Programm immer wieder verändert und ausgebaut.

Von Albrecht Dennemann.Am Sonnabend präsentierten die Ehrenamtlichen ein organisatorisch optimiertes und perfekt gestaltetes Fest mit zusätzlichen Angeboten wie der „Wasserorgel" der Freiwilligen Feuerwehr Gronau. Doch es kamen weniger Besucher als in den Vorjahren – ob es am Wetter, den Ferien oder vielleicht am Eintrittspreis lag, darüber lässt sich spekulieren. Vielleicht war es eine Kombination aus allen Faktoren.

Schon bei der Parkplatzsuche war zu spüren, dass weniger Besucher in den Kurpark strömten. Der Sonderzug des Graf MEC, der Besucher aus Neuenhaus und Nordhorn nach Bentheim chauffierte, war hingegen gut gebucht.

Es gab Hüpfburgen, alte holländische Holzspiele, Getränke- und Essensstände, der Modellboot-Club ließ seine Boote auf dem See fahren und eine Band spielte – soweit war das Angebot zwischen den vielen gelb und rot leuchtenden Lichterketten wie gehabt. Mit „Jokebox" aus Remscheid hatte der VKV jedoch eine ausgewiesene Party-Band engagiert, die es hervorragend verstand, das Publikum zu unterhalten. Engagiert griffen die Gitarristen in die Saiten, und zu Oldies, aber auch zu aktuellen Stücken wurde bei einsetzender Dämmerung schon getanzt.

Immer wieder mussten die Musiker jedoch ihre „Sets" unterbrechen, da andere Programmpunkte die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Erstmals wartete die Feuerwehr Gronau mit einer „Wasserorgel" auf. Schon vormittags um zehn Uhr hatten die Gronauer begonnen, ihre Kombination aus Wasser, Licht, Feuerwerk und Musik aufzubauen, und waren erst kurz vor Beginn fertig geworden. Immer wieder riss die gebotene Show die Besucher zu Applaus hin.

Auch die „Free-Artistik-Gruppe" aus Gronau begeisterte die Gäste mit ihren Darbietungen vor dem Kurhaus. Flic-Flacs und atemberaubende Sprünge auf der schmalen Luftpolstermatte bewiesen deren Können.

Im Musik-Pavillon konnten sich die Kinder schminken lassen, auf dem See mit kleinen Tretbooten fahren, gemeinsam mit den Eltern an den alten Holzspielzeugen vergnügen oder die Hüpfburg in Besitz nehmen.

Großes Finale mit Feuerwerk

Zum großen Finale hatten die Feuerwerker wiederum richtig „aufgefahren": Mit Knalleffekten tauchten sie den Himmel, aber auch das Gelände in ein mitunter mystisches Licht. Die Explosionen waren bis nach Schüttorf zu hören, sodass sich dort mancher wunderte. Doch damit war das Fest noch nicht beendet. Zwar pfiff der Graf MEC zur Rückfahrt, doch die Wasserorgel gab noch eine Zugabe und die Band hatte noch Songs für die Open-Air-Tanzparty im Repertoire.

In den sozialen Netzwerken hatte der Eintrittspreis für leichte Diskussionen gesorgt. Wenn man jedoch sieht, mit welchem Engagement der VKV in jedem Jahr das Fest gestaltet, die vielen Lichterketten, Fackeln und weiteren Lichter aufbaut und sich immer wieder etwas Neues einfallen lässt, um die Attraktivität zu erhalten, dann mag man den Eintrittspreis für fast schon zu niedrig erachten. Immer wieder wurde verbessert, und so hatte man auch erstmals ein großes Zeltdach in der Nähe der Tanzfläche aufgebaut, um den Gästen bei einem möglichen Schauer Schutz zu bieten. Wenn man dann noch bedenkt, dass das Wetter immer ein Risiko darstellt und die möglichen Überschüsse wieder in das Kulturprogramm des VKV fließen, kann man sich über die zu entrichtenden acht Euro wahrlich nicht beschweren, zumal Kinder freien Eintritt genießen.

Quelle: www.gn-online.de

„Bentheim kann mit zwei Bädern punkten”

 

Revision in der Mineraltherme für Patienten kaum spürbar

Die erste wichtige Hürde bei der ersten Revision der Bad Bentheimer Mineraltherme (BMT) seit fünf Jahren ist genommen: Das Außenbecken hat die Kontrolle hinter sich. In dieser Woche werden Saunabereich und Bistro einer Prüfung unterzogen.

Von Detlef Kuhn. Froh ist man bei den Verantwortlichen vor allem darüber, dass die sintflutartigen Regenfälle in Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche sich nicht bis in die Grafschaft ausgebreitet haben. Hätten sich Wassermassen in das leere Außenbecken sturzbachartig ergossen, hätte es zu größeren Schäden kommen können. „Wir hatten schon Pumpen und Schläuche auf der Terrasse für den Notfall installiert", sagte der technische Leiter, Thorsten Krämer, im Gespräch mit den GN. Man habe die Wetterentwicklung stets im Auge gehabt – im Internet und vor Ort.

Ohnehin gab es genug zu organisieren, denn bei einer Wasseroberfläche von 425 Quadratmetern und einem Volumen von 630 Kubikmetern mussten so große Wassermassen erst mal entsorgt werden. Das erfordert einen engen Kontakt mit dem Trink- und Abwasserverband (TAV), denn angesichts der Salzwassermenge kann das Wasser nicht einfach konzentriert durch das Rohrleitungsnetz geschickt werden. Die ganze Aktion hat sich über 16 Stunden und zweieinhalb Tage hingezogen. Und beim erneuten Befüllen des Außenbeckens war der TAV ebenfalls vorgewarnt, denn bei so großen Wassermassen hätte man dort an eine Leckage im Leitungsnetz geglaubt. Am Ende dauerte es zwei weitere Tage, bis das Wasser wieder auf die benötigte Temperatur aufgeheizt war.

„Trotz der umfänglichen Ankündigungen, dass eine Revision ansteht, tauchte nach einigen Tagen die Frage der Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit mehrfach auf", erzählt Jutta Niehaus, die BMT-Leiterin. Angesichts von durchschnittlich 1000 Besuchern täglich kein Wunder, zu Spitzenzeiten nutzen sogar 1300 Gäste die Mineraltherme. „Wir haben seit Jahren steigende Zahlen trotz des neu eröffneten Badeparks", zeigte sich Geschäftsführer Klaus Kinast sichtlich stolz über die Entwicklung des 1975 eröffneten Bades. Und die medizinisch verordneten Anwendungen konnten alle durchgeführt werden. Es gab also keine wirkliche Pause, was offenbar viel Organisationstalent erforderte angesichts des laufenden Betriebs. Inzwischen können alle drei Becken wieder genutzt werden.

Die Verantwortlichen heben ohnehin das „gute nachbarschaftliche Miteinander" der beiden Bäder hervor. Denn Familien mit Kindern werden schon mal zum Badepark geschickt, wenn sie versehentlich bei der Mineraltherme landen, und ältere Besucher macht der Badepark schon mal darauf aufmerksam, dass es sich hier eher um ein Spaßbad handelt und offenbar eigentlich der Kurbereich angestrebt war. „Bad Bentheim kann sich doch freuen, mit zwei solch tollen Bädern punkten zu können", ist Jutta Niehaus überzeugt. Die vielen Besucher von außerhalb seien der beste Beleg dafür, denn Autos mit ST- oder BOR-Kennzeichen sind ebenso häufig zu finden wie niederländische Besucher.

Unterirdische Arbeiten

Wovon all diese Gäste in den vergangenen zwei Wochen kaum etwas mitbekommen haben dürften, waren die unterirdischen Arbeiten. Denn im Keller ist der durch die Sole angegriffene Schwammwasserbehälter ebenso mit Polyethylen ausgekleidet worden wie der Schwallwasserbehälter. Der ist quasi als Zwischenlagerstätte nötig, wenn mal eine ganze Schulklasse gleichzeitig ins Wasser springt. „Da hatten die Arbeiter ein strammes Programm, denn es ist eng, warm und laut im Keller", weiß Thorsten Krämer.

Froh ist der technische Leiter, dass bei den Instandhaltungsarbeiten keine größeren Schäden entdeckt worden sind. Es sind nur Kleinigkeiten zu den ursprünglichen Sanierungsvorhaben dazugekommen, so sei man für die Revisionsarbeiten bei etwas über 100.000 Euro Kosten gelandet. Dafür sind seit 25. Juli viele Berufsgruppen zum Teil ständig vor Ort gewesen und haben Hand in Hand gearbeitet: Elektriker, Fliesenleger, Maler, Tischler, Rohrleitungsbauer und Kältetechniker waren und sind immer noch erforderlich, um alle Arbeiten zu bewältigen. „Hier ging es zum Teil zu wie in einem Ameisenhaufen", schildert Jutta Niehaus.

In dieser Woche stehen der Saunabereich und das Bistro noch bis Donnerstag auf dem Sanierungsprogramm. Komplett erneuert wird die finnische Außensauna. In der Dampf-, der Rosen- oder der Biosauna gibt es höchstens Optimierungsbedarf durch Fliesenleger- oder Malerarbeiten, was auch weitgehend für den Schwimmbadbereich gilt. Mit über 100 Besuchern täglich im Durchschnitt wird im Übrigen auch der Saunabereich in der Mineraltherme gut genutzt – auch im Sommer. Auch spezielle Angebote wie Saunayoga im Saunarium werden gut angenommen, so Jutta Niehaus.

Investitionen waren im Bistrobereich nötig, weil die Enge in der Küche den Einbau hochmoderner Geräte nötig machte. „Da ging es schon bisher zu wie in einer Schiffskombüse", begründet Klaus Kinast den Optimierungsbedarf. Überarbeitet wird zurzeit auch der Gästebereich, der einen neuen Fußboden erhält. Gut gerüstet ist man im Bistro durch die enge Zusammenarbeit mit dem Küchenbereich der Fachklinik. „Das schafft echte Synergieeffekte, vor allem bei großem Ansturm", lobt Geschäftsführer Kinast. Zumal der Küchenchef auch immer wieder Ideen fürs Bistro habe. Froh sei man jedenfalls, das Bistro 2009 nach Verpachtung wieder in eigener Regie übernommen zu haben. „Es ist gut, wenn alles in einer Hand ist und alle eine bestimmte Philosophie mittragen", davon sind Jutta Niehaus und Klaus Kinast inzwischen überzeugt.

Quelle: www.gn-online.de

Fachklinik: Kardiologie zahlt sich aus

 

40 Betten oft schon voll belegt – Bentheimer über Entwicklung erfreut

Die Fachklinik Bad Bentheim hat ein gutes Jahr 2013 hinter sich, die Ergebnisse konnten im ersten Halbjahr 2014 sogar noch übertroffen werden. „Wir sind mit der Belegung sehr zufrieden", sagt Geschäftsführer Klaus Kinast.

Von Detlef Kuhn. Die Anlagen sind nach Auskunft von Kinast alle gut ausgelastet, wenn auch je nach Fachbereich wegen der nur regionalen oder auch bundesweiten Inanspruchnahme unterschiedlich. Die Bentheimer Mineraltherme kann ebenso Zuwächse verzeichnen. Beim Trainings- und Therapiezentrum (TTZ) stoße man sogar an Kapazitätsgrenzen. In diesem Jahr würden keine spektakulären Großereignisse anstehen, Baupläne lägen zwar in der Schublade – allerdings für 2015. Denn die seit einem Jahr in Betrieb befindliche Kardiologie mit ihren 40 Betten habe sich gleich sehr gut entwickelt. Aber auch mit den Zahlen in der Dermatologie, der Rheumatologie und der Orthopädie ist die Fachklinik sehr zufrieden. Die Zahl der dermatologischen Akutbetten ist im Januar von 53 auf 60 erhöht worden.

Obwohl bisher nur regional ausgerichtet, seien nicht selten alle Kardiologie-Plätze in Anspruch genommen worden, so Kinast. Mit einer im September erwarteten Zustimmung der Rentenversicherung könnte die Abteilung Nachsorge bundesweit betreiben. Deshalb gebe es Pläne für die Bebauung des ehemaligen 17 Hektar großen Tennisplatzgeländes.

Jetzt kommen die Patienten hauptsächlich aus einem Umkreis von 100 Kilometern. Die Zusammenarbeit mit der Kardiologie der Euregio-Klinik nannte Klaus Kinast sehr gut. Durch die in 2013 eröffnete Abteilung mit ihren 30 Vollzeitstellen sei die Zahl der Mitarbeiter auf 415 gestiegen – darunter viele Teilzeitkräfte.

Klinik will sich in vielen Bereichen zukunftsfähig aufstellen

Investiert hat die Fachklinik gerätemäßig im EDV-Bereich, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Eingeführt werden sollen zudem ein Facility-Management-System und ein EDV-gesteuertes Warenwirtschaftssystem. Als neue Disziplin im TTZ soll das Bogenschießen aufgenommen werden, die Schulungen für das Personal laufen ab Anfang August. Schwerpunktmäßig ist dabei an die Therapie orthopädischer Patienten gedacht, die so Konzentrationsfähigkeit und Körperspannung steigern könnten.

Mit dem Beitritt zum über 100 Mitglieder starken Westdeutschen Teleradiologieverband hat die Fachklinik auch den Einstieg in die Telemedizin vollzogen. Ermöglicht wird damit der digitale Austausch von Röntgenbildern zwischen orthopädischen Praxen, Reha-Zentren, Krankenhäusern und Uni-Kliniken zwischen Münster und Enschede. Schwerpunktmäßig kommen die Verbandsmitglieder aus dem Ruhrgebiet. Dabei sind nur zwei Reha-Einrichtungen. „Darauf haben wir lange hingearbeitet und mit großen und schnellen Glasfaserverbindungen sowie leistungsfähigen Rechnern die Grundlage geschaffen", so Verwaltungsdirektor Kinast.

Einer Revision muss nach fünf Jahren wieder einmal das Thermalbad unterzogen werden. In der Zeit vom 26. Juli bis 8. August finden dort verschiedene Instandsetzungen und Erneuerungen statt. Das Therapiebad ist vom 25. Juli bis 3. August geschlossen (Ausnahme: vom 28. Juli bis 1. August für Bewegungsbäder geöffnet). Das Sport- und Außenbad schließt am 27. Juli um 18 Uhr und öffnet wieder am 4. August. Die Sauna ist vom 1. bis 7. August (und zudem am 27. Juli ab 18 Uhr), das Bistro ist ab 26. Juli geschlossen und öffnet wieder am 8. August.

Quelle: www.gn-online.de

„Schuppenflechte ist nicht ansteckend“

 

Hautspezialist Dr. Ansgar Weyergraf über Vorurteile in der Öffentlichkeit und erfolgreiche Therapien bei Psoriasis.

Das Interview mit dem Weser-Kurier können Sie hier nachlesen.

13,5 Millionen Euro für Paulinenkrankenhaus

 

Ministerin Cornelia Rundt besucht „Mustereinrichtungen" in Bentheim

Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) bekam in Bad Bentheim keine Probleme serviert, sondern Erfolgsgeschichten: Vor allem das Paulinenkrankenhaus berichtete von konkreten Erweiterungsplänen. Insgesamt werden rund 13,5 Millionen Euro investiert.

Von Frauke Schulte-Sutrum, Bad Bentheim. Es war ein angenehmer Besuch, den Cornelia Rundt, Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration des Landes Niedersachsen, nach eigenen Angaben gestern in Bad Bentheim erlebt hat. Denn die von ihr besuchten Kliniken – die Fachklinik und das Paulinenkrankenhaus – packten keine Probleme auf den Tisch, sondern berichteten von ihrer erfolgreichen Arbeit. Begleitet wurde die Ministerin unter anderem von Gerd Will, Mitglied des Landtags und Chef der SPD-Kreistagsfraktion, Bürgermeister Dr. Volker Pannen, Landrat Friedrich Kethorn und SPD-Kreistagsmitglied Liesel Günther.

Dank guter Entwicklungen gibt es beim Paulinenkrankenhaus – das älteste Krankenhaus in der Grafschaft – konkrete Baupläne. Dort sollen voraussichtlich zum Jahreswechsel umfassende Bauarbeiten beginnen. „Es ist die größte Sanierung in der Geschichte der Klinik. Zurzeit wird mit Hochdruck an den Plänen gearbeitet", verriet Werner Otte von der Stiftung Mathias-Spital, die Trägerin des Krankenhauses ist. Etwa 13,5 Millionen Euro sollen investiert werden. Das Land Niedersachsen plant, davon rund 7,8 Millionen Euro zu übernehmen – aufgestückelt nach Bauabschnitten. Den Rest zahlt die Stiftung.

Ein rund 2000 Quadratmeter großer Anbau soll im Süden des vorhandenen Bettenhauses entstehen. Dort hat die Stiftung vor rund zwei Jahren zwei Grundstücke erworben. Im Bestand werden etwa 700 Quadratmeter umgebaut. Das 55-Betten-Haus will mehr Platz und Komfort schaffen für zwei neue OP-Säle, Patientenzimmer, Funktionsräume und auch für die orthopädische Praxis. Vor allem in den beiden vorhandenen Operationsräumen herrsche zurzeit – dank moderner Technik – „drangvolle Enge", verdeutlichte Carsten Lindemann, technischer Direktor bei der Mathias-Stiftung. Eine weitere Neuerung: Operationsbesteck wird künftig nicht mehr vor Ort, sondern im Mathias-Spital in Rheine sterilisiert.

Etwa 1300 Patienten werden pro Jahr stationär im Paulinenkrankenhaus behandelt, ambulant sind es rund 400. „Der orthopädische Bereich deckt so gut wie alles ab und hat sich in den letzten 30 Jahren gut entwickelt", sagte Dr. Thomas Raabe. Die Patienten würden zudem die „enge Verzahnung" mit dem Fachklinikum Bad Bentheim genießen. Denn nachdem sie im Paulinenkrankenhaus behandelt wurden, schließe sich oft eine Reha in der Fachklinik an.

Die gute Zusammenarbeit thematisierten auch Verwaltungsdirektor Bernhard Bergmann und Dr. Ansgar Weyergraf, die die Sozialministerin gemeinsam mit Carl-Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt zu Beginn ihres Aufenthalts in der Kurstadt in der Fachklinik in Empfang nahmen. Der Erbprinz gab als Vorsitzender der Gesellschafter-Versammlung zunächst einen Einblick in die verschiedenen Disziplinen der Klinik. Dr. Ansgar Weyergraf informierte anschließend ausführlicher über den Bereich Dermatologie. Auch das Fachklinikum mit seinen rund 450 Mitarbeitern und ebenso vielen Betten plant, sich zu vergrößern – eventuell im Jahr 2015, hieß es gestern.

Bei beiden Klinikbesuchen wurde deutlich: Für einen erfolgreichen Betrieb ist Spezialisierung das Schlüsselwort – gerade bei kleinen Einrichtungen. „Ich freue mich über die Wirtschaftlichkeit der kleinen Häuser und die stressfreie Zusammenarbeit", meinte Cornelia Rundt am Ende ihres Besuchs. Bei Problemen müsse bei jeder Klinik individuell nach Lösungen gesucht werden. Die Standorte in Bad Bentheim seien ein gutes Beispiel. Die Ministerin sprach gar von „Mustereinrichtungen".

Quelle: www.gn-online.de

Wie belastbar ist ein Reha-Patient?

 

Fachklinik Bad Bentheim und BTZ des Handwerks kooperieren

Belastungs- und Arbeitserprobungen für Rehabilitationspatienten sind das Thema eines bundesweit einmaligen Kooperationsprojekts der Fachklinik Bad Bentheim mit dem BTZ des Handwerks. Es soll Daten zur beruflichen Reintegration liefern.

Im Rahmen einer Ärzte- und Fachpersonalfortbildung erläuterten die beiden Kooperationspartner Fachklink Bad Bentheim und BTZ des Handwerks kürzlich in Nordhorn ihr Vorreiterprojekt. Seit Herbst 2012 arbeiten beide auf dem Gebiet der Belastungs- und Arbeitserprobungen für Patienten der Fachklinik eng zusammen.

„Es geht darum, dass sie sehen und erleben, welche Möglichkeiten und Kompetenzen zur Belastungs- und Arbeitserprobung es für ihre Patienten bei uns gibt", erläuterte BTZ-Geschäftsführer Tilman Stürmer den Medizinern, Ergotherapeuten, Psychologen und Sozialarbeitern, die sich in Nordhorn über das Projekt informierten. Stürmer stellte nach der Eröffnung der Veranstaltung durch die orthopädische Chefärztin der Fachklinik Bad Bentheim Dr. Simone Sörries das Berufsbildungszentrum vor, bevor der therapeutische Leiter des Trainings- und Therapie-Zentrums, Oliver Dienemann, seitens der Fachklinik das bundesweit einmalige Vorreiterprojekt in Details vorstellte. BTZ-Koordinatorin Judith Stockfleth ergänzte die Ausführungen mit den Aufgaben, die das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) des Handwerks in der Zusammenarbeit wahrnimmt.

In drei ausgesuchte Werkstätten, in denen regelmäßig Belastungs- und Arbeitserprobungen stattfinden, erlebten die besichtigten die Ärzte und Fachleute das projekt in der Praxis. BTZ-Ausbilder und Meister hatten in der Bauhalle, dem Metallbereich sowie in der CNC-Werkstatt typische Arbeitssituationen aufgebaut, in denen mit den Patienten Belastungssituationen erprobt werden. Die Ergotherapeutinnen der Fachklinik und des Trainings-Therapie-Zentrums, Julia Diesendorf und Marion Rakers, erklärten die Abläufe. Diplom-Sozialwissenschaftlerin Maria Theisling-Wilbers vom BTZ stand für Fragen zur Erfassung der Schlüsselqualifikationen zur Verfügung.

Diese neu konzipierte Art der Belastungs- und Arbeits-erprobung finde bei den Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften und der Rentenversicherung großen Anklang, so Dienemann. In der Regel vier Mal im Verlauf der Rehabilitation fänden die am wirklichen Arbeitsalltag der Patienten orientierten Erprobungen statt. Diese ermöglichten eine reale Einschätzung des Grades der beruflichen Qualifikation.

Am Ende stehe ein Bericht, der neben diesen Ergebnissen auch die Resultate der Schlüsselqualifikationsfeststellung und die Beobachtungen der Ergotherapeutinnen enthalte und fundierten Empfehlungen zur beruflichen Reintegration gebe. Damit könnten die Kostenträger gegebenenfalls weiterführende Maßnahmen zur beruflichen Reintegration oder Neuorientierung einleiten.

Die Rehabilitationsfachklinik Bad Bentheim ist durch das Therapiekonzept in Kooperation mit dem BTZ des Handwerks zertifizierte Schwerpunkteinrichtung mit medizinisch-beruflich-orientierter Rehabilitationskompetenz für die Berufsgenossenschaften und die Deutsche Rentenversicherung.

Quelle: www.gn-online.de

Bentheimer Fachklinik: Große Pläne für 2014

 

Konzept für Neubau und Umstrukturierungen wird ausgearbeitet

Das Jahr 2013 war an der Fachklinik in Bad Bentheim ereignisreich – und auch 2014 soll es einige Neuerungen auf dem Gelände im fürstlichen Wald geben. Das bestätigte der Geschäftsführer der Fachklinik, Klaus Kinast, auf Anfrage der GN.

Von Carolin Ernst - Bad Bentheim. „Wir steigen jetzt in die Planung ein", verriet Kinast am Dienstag. Details darüber, was genau an der Fachklinik passieren soll, verriet der Geschäftsführer noch nicht. Aber seine Aussagen lassen durchklingen, dass es sich durchaus um ein größeres Projekt handelt. Zunächst werden Arbeitsgruppen gebildet und erste Planungen mit einem Architekten gemacht. „Wir wollen ein schlüssiges Konzept für das Gelände und für unsere Fachbereiche", erläuterte Kinast. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, Räume und Ressourcen für die Bereiche wie Orthopädie, Rheumatologie und die 2013 eröffnete Kardiologie zu bündeln und somit Zentren auf dem Areal zu schaffen.

Dafür soll es auch im Jahr 2014 wieder einen Neubau auf dem Fachklinik-Gelände geben. Im vergangenen Jahr war das Bettenhaus 7 hochgezogen worden. Darin stehen 40 Betten für die Orthopädie und 20 für die Kardiologie zur Verfügung. In Zukunft sollen solche Vermischungen aufgelöst werden und eindeutige Strukturen herrschen. „Wir müssen einige Dinge verlagern", sagte Kinast. Für ein neues Gebäude steht noch ein Teil des ehemaligen Tennisgeländes zur Verfügung. Wann die Bauarbeiten dort beginnen können, soll nun ebenfalls festgelegt werden.

Die Veränderungen betreffen auch bestehende Gebäude. Abgerissen werden muss nach aktuellem Stand keines. Aber: „Einige wurden vor langer Zeit gebaut und sind für heutige Ansprüche nicht mehr angemessen", heißt es aus der Geschäftsleitung der Fachklinik. Die bestehenden – so genannte abgängige – Einrichtungen könnten allerdings einen neuen Zweck bekommen und entsprechend saniert werden.

Im ersten Halbjahr 2014 soll das Konzept fertiggestellt sein. „Falls es schneller gehen sollte, freuen wir uns", meinte Klaus Kinast. Dass die Fachklinik ihre selbst gesteckten Ziele übertrifft, ist allerdings nicht gerade ungewöhnlich: Bei Eröffnung der Kardiologie im August 2013 war noch von einer Vollauslastung nach einem Jahr die Rede – mittlerweile visiert die Geschäftsleitung an, dieses Ziel zum Ende des ersten Quartals 2014 zu erreichen.

Quelle: www.gn-online.de